„Der Herr ist mein Licht und mein Heil.“
Psalm27,1a

 

 

friedhofskreuz salzkotten

 

Am 9.November 2018 wurde in Salzkotten
unsere liebe Mitschwester

Schwester M. Isburga

vom Heiligen Geist
geb. Elisabeth Baalmann
heimgerufen ins ewige Leben.

 

 

Zum Heimgang von Schw. M. Isburga Baalmann am 09.11.2018

Wohl selten wurde eine Mitschwester von uns so ohne jegliche Vorzeichen in die Ewigkeit abberufen wie Schw. M. Isburga. Sie hat noch ihr Abendbrot eingenommen, war vorbereitet für die Nacht, sie tat noch einen Atemzug und hauchte damit ihr Leben aus. So hat Gott sie zu sich heimgeholt. Sie darf nun den Platz einnehmen, den Er für sie bereitet hat. Zutreffend ist der Text aus Psalm 27,1a: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil“, der auf ihrem Totenbrief geschrieben steht. Diese Glaubensüberzeugung ist jetzt für sie Gewissheit geworden. Der Herr war, ist und wird immer ihr Licht und ihr Heil sein. Dieser Psalmvers war ihr Lebensinhalt.

Schw. M. Isburga wurde am 22. März 1926 als Elisabeth Baalmann in Wippingen, Kreis Aschendorf geboren. Sie hatte noch sechs Geschwister und wuchs damit in einer großen Familie auf. Von 1932 bis 1940 besuchte sie die katholische Volksschule in Wippingen. Nach der Entlassung arbeitete sie bis 1947 in einem bäuerlichen Betrieb als Hausgehilfin. In den Winterhalbjahren besuchte sie die landwirtschaftliche Berufsschule in Wippingen. Als Lehrköchin war sie ein Jahr, von 1947 bis 1948, im Kreis-Krankenhaus in Mechernich. Hier lernte sie uns Franziskanerinnen Salzkotten kennen, und in ihr wuchs der Wunsch, in unsere Gemeinschaft einzutreten. Nachdem sie noch ein halbes Jahr im elterlichen Haushalt mitarbeitete, erhielt sie zum 04. August 1948 die Aufnahme. Es folgte am 19. Mai 1949 die Einkleidung, 1951 legte sie die erste zeitliche und im Mai 1954 die ewige Profess ab. Es war ihr Wunsch, die Krankenpflege zu erlernen. Dieser wurde ihr erfüllt und sie absolvierte im Josef-Krankenhaus die Ausbildung, die sie mit einem guten Examen am 20. September 1952 abschloss. Schw. M. Isburga war eine gute Krankenschwester, die in den Krankenhäusern Birkesdorf, Mechernich, Iserlohn, Langenberg, Wildeshausen und Twistringen ihre Einsatzgebiete hatte. 1977 übernahm sie vorübergehend hauswirtschaftliche Aufgaben in unserem Erholungshaus Marienau in Heppenschwand im Schwarzwald. In dieser Zeit suchten die Jesuiten für die Internatsschüler in St. Blasien Schwestern zur Betreuung der Schüler. Auch Schw. M. Isburga wurde auserwählt für eine kleine Kommunität in St. Blasien mit 4 Schwestern. Sie wurde mit der Umsorgung der Schüler betraut und übte diese Aufgabe 10 Jahre aus. Als in unserem Schwesternaltenheim in Goldenstedt eine Schwester für das Refektor benötigt wurde, übernahm Schw. M. Isburga gerne diesen neuen Dienst. Sie betreute liebevoll die Schwestern, die dort ihren Lebensabend verbrachten. Ihr war keine Aufgabe zu viel. Sie erfüllte viele Wünsche der Schwestern und hat sie so im wahrsten Sinne des Wortes verwöhnt. Die gesundheitlichen Kräfte ließen mehr und mehr nach, so dass sie keine verantwortliche Aufgabe weiter übernehmen konnte. So erhielt sie im Jahr 2002 ihren Platz im Wohnheim St. Clara und später im Wohnbereich Michael. Schwester M. Isburga hat das hohe Alter von 92 Jahren erreicht. Im Mai dieses Jahres konnte sie ihr 70-jähriges Ordensjubiläum feiern. Sie hatte Sorge, aus gesundheitlichen Gründen das Fest nicht mitfeiern zu können, aber sie hat es doch mit viel Kraft und Mut geschafft.

Um ihre Gesundheit war sie sehr bemüht, und doch litt sie unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen. Wenn eine leichte Besserung eintrat, entwickelte sie schnell so viel Kraft, dass sie mit ihrem Rollator in die Kirche kam und an der Eucharistiefeier teilnehmen konnte. Sie hatte einen starken Willen, war interessiert an allem und stets umfassend informiert. Sie freute sich über jeden Besuch, erzählte gern, konnte aber auch gut zuhören. Man traf sie überwiegend in ihrem Sessel an, der Fernseher zeigte das Bild vom Allerheiligsten in der Kirche, und sie betete den Rosenkranz. Ein vertrauter Anblick.

Mit ihrer Familie stand sie in regem Kontakt und erzählte auch gern davon.

Nun ist Schwester M. Isburga am 09.November 2018 eingegangen in die ewige Herrlichkeit. Wir Schwestern danken ihr für ihr Leben in und mit der Gemeinschaft, für ihr Mitschwester-Sein in der Nachfolge des hl. Franziskus und Mutter M. Claras. Sie hat ihr Leben mit all ihren Kräften eingesetzt für die Gemeinschaft, vor allem mit ihrem treuen Gebet.

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