Die heilige Elisabeth von Thüringen
Patronin des Dritten Ordens
 
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Wer war/ist Elisabeth? Sie ist uns allen als Heilige der Nächstenliebe bekannt, die als kleines Kind von Ungarn auf die Wartburg bei Eisenach nach Thüringen kam.
Mit diesen prophetischen Worten, die von allen Historikern berichtet werden, beginnt das Leben der Elisabeth von Ungarn bzw. Thüringen im Jahre 1207.
 
 
Elisabeth, die den steilen Weg nach unten gewählt hat, wurde immer als die bedeutendste Figur der franziskanischen Büßer verehrt. Ihr Leben, ihr Gebet, ihre bedingungslose Hingabe, um die Leiden der Bedürftigen zu lindern, sind wie ein großes und sicheres Licht in der franziskanischen Nachfolge.
 
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Die Art und Weise, wie sie die Spiritualität des Poverello von Assisi gelebt hat, hat in der Geschichte eine unauslöschliche Spur hinterlassen. Robert Folz sagt in einem seiner Bücher über die hl. Elisabeth, dass sie zu Beginn des 13. Jahrhunderts, zusammen mit dem hl. Franziskus, „eine Revolution der Liebe“ in Gang gebracht hat. Sie wurde bereits im 1235, im Jahre ihrer Heiligsprechung, zur Patronin des Dritten Ordens ernannt.
 
 
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Sie machte deutlich, dass es möglich ist, im alltäglichen Leben die Kontemplation und Aktion zu integrieren. Viele Ordensgründerinnen haben sich im Laufe der Jahrhunderte von ihrem Beispiel inspirieren lassen, Elisabeth-Vereine wurden gegründet, Hospitäler und Kirchen wurden zu ihrer Ehre errichtet, in vielen Kunstwerken wird ihr Andenken lebendig gehalten.
 
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Auch Mutter M. Clara Pfänder erwähnt die hl. Elisabeth – unter anderen Heiligen – in den Gründungskonstitutionen. Es ist sicher kein Zufall, dass in unserer Kongregation über lange Zeit hin das Fest der Einkleidung, der Ablegung der Zeitlichen und Ewigen Profess am 19. November stattfand und analog dazu im Halbjahresrhythmus am 19. Mai. Es wäre interessant zu sehen, wo und wie in unserer Kongregation an die hl. Elisabeth erinnert wird.
 
 
Eine Legende erzählt:
Als Franziskus mit seinem Freund Kardinal Hugolino, dem späteren Papst Gregor IX., über Elisabeth sprach, nahm Hugolino den Mantel vom Rücken des hl. Franziskus und sagte zu ihm, er würde diesen der Elisabeth zukommen lassen, als Zeichen der Armut und Demut. Das geschah auch, und Elisabeth war damit sehr glücklich. Dieser Mantel des hl. Franziskus ist ein Erbe, das uns allen gehört, die wir Elisabeth als Patronin verehren.
 
 
 
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Die Bulle der Heiligsprechung wird in Perugia aufbewahrt.

 

 

 

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