Internationale Tage der Solidarität November 2020

Flyer

10. November — Der Internationale Wissenschaftstag für Frieden und Entwicklung

Peace 11 20Der Weltwissenschaftstag für Frieden und Entwicklung lenkt den Blick auf die entscheidende Rolle der Wissenschaft, die zu einem besseren Verständnis des Planeten Erde, unserer gemeinsamen Heimat, verhilft. An diesem Tag wird auch die Aufgabe der Wissenschaft bei der Schaffung einer nachhaltigen Entwicklung durch internationale Zusammenarbeit, Bildung und deren Umsetzung für das Gemeinwohl herausgestellt. Leider hat die COVID 19-Pandemie die verheerenden menschlichen und wirtschaftlichen Kosten der internationalen wissenschaftlichen Kooperationsverweigerung deutlich werden lassen. Das Versäumnis, die Entdeckung eines neuen und tödlichen Coronavirus wirksam und rechtzeitig zu kommunizieren, bewirkte die rasche, globale Verbreitung des Erregers mit bisher weltweit über einer Million Toten und den verheerenden wirtschaftlichen Folgen. Bei dem Versuch, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, haben leider die Politiker einiger Länder die auf wissenschaftlichen Daten beruhenden Empfehlungen außer Kraft gesetzt. Durch nachhaltige Entwicklung mittels wissenschaftsbasierten Innovationen können wir versuchen, extreme Armut und Krankheit zu beseitigen und weltweit menschliche Grundbedürfnisse zu befriedigen. Wir sind überzeugt, dass wir eine Zukunft des Friedens auf der Grundlage von Gerechtigkeit aufbauen können, indem wir die Bedürfnisse der Menschen auf gerechte Weise stillen.  Die Ziele des Weltwissenschaftstages für Frieden und Entwicklung sind:

Gott, wir bitten dich, dass die Wissenschaftler das Wohl der Allgemeinheit in den Mittelpunkt all ihrer Forschungen stellen. Hilf uns, die gewonnenen Erkenntnisse für die dringenden Bedürfnisse der Menschheit zu nutzen. Leite und inspiriere uns mit deiner Weisheit bei der Bekämpfung des Klimawandels und der COVID-19-Pandemie, bei der Entwicklung sauberer Energiequellen und im Einsatz für die Verbesserung von Luft, Wasser und Boden.

 

20. November— Weltkindertag

Childrensday 11 20Der Weltkindertag wurde eingeführt, um die Bedeutung der Kindheit zu unterstreichen und Fragen zum Wohl der Kinder zu erörtern. Investitionen in Kinder sind Investitionen in unsere Zukunft. Am 20. November 1959 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Kinderrechtserklärung (Declaration of the Rights of the Child). Jedes Kind hat das Recht auf ausreichende Nahrung, medizinische Versorgung, Unterkunft, Liebe und ein stabiles, fürsorgliches Zuhause, in dem es aufwachsen und sich entfalten kann. Kinder müssen vor Ausbeutung geschützt werden. Die Zukunft unserer Gesellschaft hängt sehr davon ab, dass alle Kinder ihr volles Lebenspotenzial entfalten können. Durch die Förderung eines tiefen Verantwortungsbewusstseins füreinander können Kinder eine hoffnungsvolle Zukunft gestalten.

Lasst uns für alle Kinder der Welt beten, dass sie vor physischen und psychischen Traumata bewahrt bleiben und in Sicherheit und mit ausreichender Nahrung, Unterkunft und Bildung leben können. Segne jedes Kind auf der Erde mit dem Wissen, dass es geliebt und geschätzt ist. Motiviere alle Kinder, sich für eine Zukunft in Frieden, Respekt und Hoffnung einzusetzen.

 

25. November— Internationaler Tag zur Abschaffung von Gewalt gegen Frauen

Violence women 11 20Weltweit ist rund 1 von 3 Frauen im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen. Da Frauen oft nicht als vollwertige Menschen angesehen werden, ist das Recht einer Frau auf Gleichheit und Respekt vielfach nicht geschützt. Der größte Teil der Gewalt gegen Frauen bleibt in den Familien und in der Gesellschaft verborgen und wird manchmal sogar durch kulturelle und/oder religiöse Normen gerechtfertigt. Der heutige Tag soll dazu dienen, Gewalt gegen Frauen an die Öffentlichkeit zu bringen und sie als Verletzung der Menschenrechte zu entlarven. Außerdem sollen kulturelle und religiöse Lehren und Praktiken, die häufig zur Rechtfertigung eines solchen Missbrauchs dienen, aufgedeckt werden.   Vor allem aber ist dies ein Tag für alle Frauen, an dem sie gleichberechtigten Schutz durch das Gesetz fordern dürfen. Wir appellieren an alle, an diesem Tag orange zu tragen, um auf die weltweiten Bemühungen zur Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen.

Heiliger Geist, wir bitten dich, stärke und tröste alle Frauen, die unter sexueller, psychischer oder physischer Gewalt leiden. Öffne unsere Herzen und Augen, um das Leiden so vieler Frauen zu sehen, und gib uns den Mut, uns für Gerechtigkeit für alle Frauen einzusetzen. Inspiriere uns, Gewalt gegen Frauen, wo immer sie vorkommt, zu enthüllen und Strukturen aufzubrechen, die sie rechtfertigen oder diese Gewalt fortbestehen lassen können.

 

29. November— Internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk

Palestinian people 11 20Der 29. November wurde aufgrund seiner Bedeutung und seines Stellenwerts für das palästinensische Volk gewählt. An jenem Tag im Jahr 1947 verabschiedete die Generalversammlung die Resolution 181 (II), die als "Teilungsresolution" bekannt wurde. Darin wurde die Teilung Palästinas in zwei Staaten - Israel und Palästina - gefordert. Mit diesem Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk soll die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht werden, dass heute nur Israel als Staat existiert. Die palästinensischen Gebiete haben immer noch keinen international anerkannten Status als Staat erlangt und werden weiterhin von Israel besetzt und ihre Grenzen kontrolliert. Die Frage eines eigenen Heimatstaates bleibt für das palästinensische Volk nach wie vor ungeklärt, wohingegen Israel neue Siedlungen in palästinensischen Gebieten errichtet. Über 3 Millionen palästinensische Flüchtlinge leben weiterhin in extremer Armut und ohne Hoffnung. Ihre Verzweiflung und ihr Leiden führen immer wieder zu Ausbrüchen von Gewalt gegen Israelis und zu gewaltsamen Vergeltungsmaßnahmen Israels gegen die Palästinenser. Diese Konflikte machen Friedensverhandlungen fast unmöglich. Solange keine gerechte Lösung gefunden wird, bleibt Frieden schwer zu verwirklichen. Die UNO setzt ihr Engagement für einen Frieden, der die Rechte des palästinensischen Volkes schützt und anerkennt, fort.

Wir beten für das palästinensische Volk, das weiterhin unter Armut, ausländischer Besatzung und Vergeltungsgewalt leidet. Wir beten, dass die Regierenden der Palästinenser als auch der Israelis mutig die Waffen niederlegen und einander offen zuhören. Mögen sie versuchen, die Bedürfnisse des anderen zu verstehen und Brücken der Verständigung statt Mauern der Trennung zu bauen. Mögen alle Politiker zu der Einsicht gelangen, dass ihre zukünftige Sicherheit und ihr wirtschaftliches Gedeihen von Verhandlungen, Respekt und Zusammenarbeit abhängen. Gott, segne dieses Heilige Land mit einem wahren und dauerhaften Frieden.