Kongreationsweite Beteiligung-Oktober 2018

FCJM-Solidaritätshandzettel

1. Oktober —Internationaler Tag des älteren Menschen

International Day of Older Persons1Der Internationale Tag des älteren Menschen wird am 1. Oktober 2018 begangen. Dieser Tag wurde 1990 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die Beiträge älterer Menschen und ihren Wert für die Gesellschaft zu würdigen. Viele Senioren beteiligen sich aktiv an vielen Friedensmärschen und sind federführend bei der Schaffung von Frieden und Gerechtigkeit vor Ort, sowie auf der ganzen Welt. Dieser Tag macht jedoch auch auf die vielen Bedürfnisse älterer Menschen aufmerksam, wie zum Beispiel einfach zugängliche Verkehrsmittel, ausreichende Gesundheitsversorgung, Ernährungsunterstützung und soziale Strukturen, die sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen lässt.    Viele ältere Menschen haben Fähigkeiten und Talente, die von der Gesellschaft dringend benötigt werden. Leider fehlen häufig soziale Strukturen, die ältere Menschen mit der jungen Generation zusammenbringen könnte, was sicher für beide Seiten zu einem großen Nutzen wäre. Dieses ist ein Tag, sich für das Wohl aller zu engagieren.

Großer Gott, segne die älteren Menschen. Mögen wir ihre Weisheit schätzen und aus ihrer langjährigen Erfahrung lernen. Segne alle älteren Menschen, so dass sie in größtmöglicher Gesundheit, Sicherheit, Liebe und Frieden leben können. Segne die Kranken und Einsamen, und stelle ihnen Menschen zur Seite, die sich als Familie, Nachbarn und Freunde fürsorglich ihrer Not annehmen.

2. Oktober —Internationaler Tag der Gewaltlosigkeit

International Day of Non ViolenceDieses Datum, der Geburtstag von Mahatma Gandhi, wurde am 15. Juni 2007 von den Vereinten Nationen zum internationalen Tag der Gewaltlosigkeit erklärt. Durch diesen Gedenktag soll das Bewusstsein für die Macht der Gewaltlosigkeit durch Aufklärung zu gewaltfreien Widerstand geschärft werden. Es ist ein Tag, um den Dialog und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Wenn wir unsere Geschichten einander mitteilen und anderen zuhören, können wir langsam beginnen, Verständnis aufzubauen. Durch einen solchen Beziehungsaufbau kann wahrer Friede entstehen. Wenn wir auf Ungerechtigkeit stoßen, ist jedoch Handlungsbedarf erforderlich - Untätigkeit und Schweigen angesichts solcher Unterdrückung ist eine Form von Mittäterschaft. Es gibt drei Hauptkategorien von gewaltfreien Aktionen, die von Gandhi eingesetzt wurden:

  • Protest und Überredung, einschließlich Demonstrationen und Mahnwachen
  • Verweigerung der Teilnahme.
  • Gewaltfreie Interventionen wie Blockaden und Besetzungen.

Indem wir durch offenes Zuhören den Dialog fördern und unsere Herzen öffnen, können wir uns aktiv gegen Unterdrückungssysteme einsetzen und eine gewaltfreie Welt schaffen.

Gott, wir beten für den Frieden, der in unseren eigenen Herzen beginnen muss und sich dann auf alle Menschen, denen wir begegnen, ausbreiten wird. Hilf uns, solidarisch mit den Unterdrückten zu sein. Gib uns den Mut, uns gewaltfrei für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Mögen wir zu Bausteinen der in der Liebe verwurzelten Gewaltlosigkeit für eine bessere Welt werden.

 4. Oktober-Fest des hl. Franziskus von Assisi

Feast of St. Francis of AssisiDer heilige Franz von Assisi wurde um 1181 geboren und starb am 3. Oktober 1226. Er war ein Mann des Friedens und der Gewaltlosigkeit, des Mitgefühls, der Freude und der Liebe. Er lebte in Armut, weil er nicht durch Besitz von den Menschen getrennt leben wollte. Er sah alle Menschen und die ganze Schöpfung als eine Einheit. Heute ist er als Schutzpatron des Friedens und der Gewaltlosigkeit, sowie als Schutzpatron der Ökologie bekannt. Der heilige Franziskus verkörperte, was Laudato Si, die Enzyklika von Papst Franziskus von 2015, eine integrale Ökologie nennt. Er wusste, dass die Sorge um Mutter Erde eng mit der Sorge um die Armen verbunden ist. Menschliches Gedeihen und Wachstum hängen davon ab, wie wir in Harmonie mit der Natur leben. Wir können nicht in Harmonie mit der Natur sein, wenn wir nicht in Harmonie mit allen Menschen leben. "Der Schrei der Erde und der Schrei der Armen sind eins."

Gott, wir preisen deine Herrlichkeit, die sich jeden Tag in den Wundern der Schöpfung offenbart. Hilf uns, in Harmonie mit unseren Mitmenschen und mit der Natur zu leben. Öffne unsere Herzen, damit wir deine Präsenz in der kostbaren Vielfalt der Schöpfung und in der Einzigartigkeit jedes Menschen erkennen. Mögen wir uns gegenseitig mit heilsamer Nähe begegnen und so unsere Welt ein wenig friedvoller gestalten.  

 

 

 

10. Oktober —Welttag gegen die Todesstrafe

World Day Against the Death PenaltyDieses Jahr begehen wir den 16. Welttag gegen die Todesstrafe. Der diesjährige Fokus liegt auf der Sensibilisierung für die unmenschlichen Lebensbedingungen, denen sich Menschen in den Todeszellen auf der ganzen Welt befinden. Die Haftbedingungen der zum Tode Verurteilten sind von Land zu Land unterschiedlich. Von der Einzelhaft in den Vereinigten Staaten bis hin zu den überfüllten und schrecklichen Haftbedingungen in Gefängnissen in mehreren Ländern Afrikas und Asiens, führen die Lebensbedingungen der zum Tode verurteilten Menschen zu Entmenschlichung und zum Verlust der Würde des Einzelnen. Papst Franziskus mahnt uns:

Deshalb sind heute alle Christen und Menschen guten Willens aufgerufen, nicht nur für die Abschaffung der Todesstrafe, ob legal oder illegal, in all ihren Formen, sondern auch für die Verbesserung der Haftbedingungen im Hinblick auf die Würde der Menschen, die der Freiheit beraubt sind, zu kämpfen.

Die Todesstrafe in der Praxis:
• 107 Länder (von 104 im vergangenen Jahr) haben die Todesstrafe für alle Verbrechen abgeschafft
• 7 Länder haben die Todesstrafe für gewöhnliche Straftaten abgeschafft
• 28 Länder wenden in der Praxis die Todesstrafe nicht mehr an
• 56 Länder wenden die Todesstrafe nach wie vor an
• 23 Länder führten im Jahr 2017 Hinrichtungen durch
• In den Jahren 2016 und 2017 waren China, Iran, Irak, Pakistan und Saudi-Arabien die Länder mit den meisten Hinrichtungen.

Gott, wir beten, dass sich alle Nationen auf der ganzen Welt weiterhin für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzen werden. Wir verpflichten uns, die Würde jedes Menschen zu respektieren, weil alle Menschen nach Deinem Bild erschaffen wurden und den göttlichen Funken des Lebens in sich tragen, ungeachtet der Straftaten, die sie begangen haben. Als Christen dem Evangelium verpflichtet, verschreiben wir uns einer gerechten Justiz und der Abschaffung der Todesstrafe. Hilf uns, Gedanken und Taten der Rache entgegenzuwirken, während wir weiterhin die Gerechtigkeit fördern.

13. Oktober—Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge

International Day of Disaster ReductionDer Internationale Tag der Katastrophenvorsorge (IDDR) fordert jeden Bürger und jede Regierung auf, sich am Aufbau von Katastrophenschutzgebieten zu beteiligen. An diesem Tag sollen vermehrt zivilgesellschaftliche Maßnahmen gefordert werden, die auf dringend benötigte Infrastrukturen und Reparaturen aufmerksam machen, die zur Katastrophenvorbeugung erforderlich sind. Dieser Tag soll das Bewusstsein der lokalen Bevölkerung für Naturkatastrophen in ihrem jeweiligen Land schärfen, damit möglichst alle Menschen wissen, wie sie auf öffentliche Warnsysteme reagieren können und sich im Katastrophenfall besser schützen können. In vielen Tsunami-Gebiete gibt es noch keine Warnsysteme. Viele erdbebengefährdete Regionen der Welt haben keine angemessenen Baustandards zur Minimierung von Todesfällen und der Zerstörung durch Erdbeben. Viele Städte auf der Welt, die aufgrund des Meeresspiegelanstiegs bereits von Überflutungen bedroht sind, ermöglichen immer noch einen Neubau von Häusern, so dass zukünftige Katastrophen noch zerstörerischer werden. Bewusstseinsbildung, Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutztraining können die Auswirkungen von Katastrophen reduzieren.

Großer Gott, wir danken dir für das Wunder der Schöpfung. Wir bitten dich um Weisheit, damit wir in Harmonie mit der Schöpfung leben. Mögen wir immer die Natur respektieren und unseren Platz mit Ehrfurcht vor deiner wunderbaren Schöpfung finden. Mögen wir uns in Zeiten der Naturkatastrophe gegenseitig unterstützen, und den Schutz der Natur und der Menschen immer vor wirtschaftliche und kommerzielle Anliegen stellen. Hilf uns erfinderisch zu sein, in der Unterstützung der notleidenden Menschen.

15. Oktober—Internationaler Tag der Landfrauen

International Day of Rural WomenInternationaler Tag der Landfrauen weist auf die Rolle, die ländliche Frauen und Mädchen bei der Sicherung der Nachhaltigkeit von ländlichen Haushalten, bei der Verbesserung des Lebensunterhaltes auf dem Land und beim allgemeinen Wohlergehen ländlicher Gemeinschaften spielen hin. Strukturelle Barrieren und diskriminierende soziale Normen schränken die Entscheidungs- und politische Beteiligung von Frauen in ländlichen Haushalten und Gemeinschaften weiterhin ein. Frauen und Mädchen in ländlichen Gebieten haben leider keinen gleichberechtigten Zugang zu produktiven Ressourcen, zu öffentlichen Dienstleistungen, wie Bildung und Gesundheitsversorgung, sowie zu Infrastrukturen für eine Wasser- und Sanitärversorgung. Ein Großteil ihrer Arbeit wird nicht ausreichend wahrgenommen und bleibt unbezahlt. Auch ihre Arbeitsbelastung ist aufgrund der Abwanderung von Männern immer größer geworden.

Mit wenigen Ausnahmen zeigt jeder Gender- und Entwicklungsindikator, dass ländliche Frauen schlechter abschneiden als ländliche Männer und städtische Frauen, und dass Armut, Ausgrenzung und die Auswirkungen des Klimawandels das Leben der Landfrauen unverhältnismäßig stark belasten. Die Förderung von Bildung, Landrechten und Zugang zu Ressourcen, die für die landwirtschaftliche Produktion benötigt werden, hätte enorme Auswirkungen auf das Leben von Frauen auf dem Land, sowie ihrer Familien und Gemeinschaften.

Gott, segne alle Landfrauen, die jeden Tag darum kämpfen müssen, für ihre Kinder zu sorgen, genügend Essen auf dem Tisch zu haben und ein Dach über den Köpfen ihrer Familien zu halten. Öffne unsere Herzen für die Notlage dieser Frauen, damit wir sie auf jede erdenkliche Weise unterstützen. Hilf uns in der Erkenntnis, dass Familien und Gemeinschaften gedeihen, wenn es den Frauen gut geht.

17. Oktober —Internationaler Tag zur Beseitigung der Armut

International Day for the Eradication of PovertyDie Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung fordern ein Ende der extremen Armut weltweit bis zum Jahr 2030. Wirksame Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels erfordern die aktive Beteiligung und Einbeziehung der in Armut lebenden Menschen. Um die Bedürfnisse der Armen auf sinnvolle Weise zu verstehen und anzusprechen, ist ein intensiver Dialog notwendig. Extreme Armut kann jedoch nicht bewältigt werden, wenn Krieg und bewaffnete Konflikte aktiv weitergeführt werden. Solche Gewalt und Angst verdrängen die Bauern aus ihren traditionellen Ländern und führen oft ganze Gemeinschaften in den Hunger. Migration als Reaktion auf Gewalt belastet die Ressourcen der Aufnahmeländer und führt dazu, dass Flüchtlinge zu Sündenböcken werden, und sie ohne Zugang zu Wasser, Nahrung, Unterkunft, medizinischer Grundversorgung und Bildung isoliert werden. Die Vertreter der Weltbank sind sich einig, dass die Welt über genügend Ressourcen verfügt, die extreme Armut bis 2030 zu beenden. Nun müssen wir bewaffnete Konflikte beenden und den politischen Willen nutzen, die Armut weltweit anzugehen. Es braucht jeden von uns.

Gott, wir beten für die 1 Milliarde Menschen, die auf der ganzen Welt in extremer Armut leben, und für die über 800 Millionen Menschen, die von Hunger und Mangelernährung bedroht sind. Inspiriere uns, unseren Lebensstil zu überprüfen und die notwendigen Veränderungen vorzunehmen – einfacher zu leben, damit andere einfach leben können. Schenke uns Kraft, Ausdauer und Geduld, die Ziele der nachhaltigen Entwicklung zur der Beseitigung der extremen Armut bis 2030 umzusetzen.

24.-30.Oktober—Abrüstungswoche der Vereinten Nationen

United Nations Disarmament WeekDie jährliche Feier der Abrüstungswoche, die am Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen (24. Oktober) beginnt, wurde erstmals 1978 im Abschlussdokument der Sondersitzung der Generalversammlung zur Abrüstung gefordert (Resolution S-10/2). In dem Dokument wurde festgelegt, den Einsatz von Gewalt in den internationalen Beziehungen aufzugeben und eine größtmögliche Sicherheit in der Abrüstung zu suchen. Die Staaten wurden aufgefordert, auf die Gefahr des Wettrüstens aufmerksam zu machen, die Notwendigkeit der Beendigung des Wettrüstens zu propagieren und das öffentliche Verständnis für die dringende Aufgabe der Abrüstung zu stärken. Die Beseitigung der Kernwaffen und aller anderen Massenvernichtungswaffen bleibt ein zentrales, aber schwer zu erreichendes Ziel der Vereinten Nationen. Trotz der Zusagen der Mitgliedstaaten wurden bei diesem langwierigen Ziel nur begrenzte Fortschritte erreicht. Für Atomwaffen ist dies vor allem auf die wachsenden Spannungen zwischen den Atomwaffenstaaten und die Starrheit der Abrüstungsmaschinerie zurückzuführen. In der Zwischenzeit ist die südliche Hemisphäre unseres Planeten aufgrund regionaler Verträge bereits fast vollständig kernwaffenfrei geworden: der Vertrag von Rarotonga über den Südpazifik, der Vertrag von Pelindaba über Afrika, der Vertrag von Bangkok Südostasien, der Vertrag von Tlatelolco, der Lateinamerika und die Karibik und den Antarktisvertrag umfasst. Vor kurzem trat der Vertrag über eine kernwaffenfreie Zone in Zentralasien in Kraft, das ist der erste derartige Vertrag nördlich des Äquators. Die Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung war ein entscheidender Moment für weltweite Bemühungen zur Verhütung, Bekämpfung und Beseitigung des illegalen Waffenhandels: Die Agenda enthält ein spezifisches Ziel, nämlich die illegalen Waffenströme bis 2030 deutlich zu reduzieren. Die Generalversammlung und andere Organe der Vereinten Nationen bemühen sich, den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit durch den Kampf gegen die Vernichtung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen sowie die Regulierung der konventionellen Waffen zu fördern.

Gott, öffne unsere Herzen für die frohe Botschaft des Evangeliums. Hilf uns, unermüdlich für ein Ende des Krieges und die Beseitigung aller Atomwaffen zu arbeiten. Mögen wir Vertrauen anstelle von Angst säen, Hoffnung statt Verzweiflung, Kooperation statt Konflikt, Verständnis statt Misstrauen und Frieden statt Hass. Hilf uns, anstatt der Macht der Waffen der Kraft deiner Liebe zu vertrauen. Lass den Frieden in unseren Herzen und in unserer Welt wachsen.

 

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