Internationale Tage der Solidarität—August 2019

Solidaritätshandzettel

6. u. 9. August—Weltgedenktag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki

HiroshimaAm 6. August 1945 wurde um 8:16 Uhr über Hiroshima und am 9. August um 10:58 Uhr über Nagasaki mit dem Abwurf von zwei Atombomben im Zweiten Weltkrieg die Menschheitsgeschichte für immer verändert. Die überwältigende zerstörerische Kraft der Atombomben und dieser so gewalttätige Beginn des nuklearen Zeitalters erschütterte die Menschheit. Mit einer einzigen schrecklichen Explosion können ganze Städte von der Erdoberfläche verschwinden, und die nachfolgende Strahlenbelastung fordert auch 20 bis 30 Jahre später noch viele Opfer. Seitdem haben etliche nuklear bewaffnete Länder noch leistungsstärkere und tödlichere Atomwaffen entwickelt, von denen alle wissen, dass sie das Leben auf der Erde, wie wir sie kennen, auslöschen könnten. Wir täuschen uns selbst in dem Glauben, dass die Zurückhaltung der "mutually assured destruction" (MAD) = Gleichgewicht des Schreckens (auch MAD-Doktrin, uns Sicherheit gewährleistet, wo wir doch gleichzeitig wissen, dass die Entscheidung eines einzelnen Moments als Reaktion auf eine tatsächliche oder falsch wahrgenommene Bedrohung die "Hölle auf Erden" entfesseln könnte. Am 7. Juli 2017 stimmten auf der UN-Generalversammlung 122 Staaten für die Annahme des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen (TPNW). Die Befürworter des Verbots argumentieren, dass die Kernwaffenstaaten, die Vertragsparteien des Vertrags von 1968 über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) waren, ihrer Verpflichtung aus Artikel VI des NVV, " Verhandlungen über die nukleare Abrüstung zu führen", viel zu langsam nachgekommen sind. Obwohl kein Atomstaat den TPNW-Verhandlungen beigetreten ist, ist dieser Vertrag, der selbst den Besitz solcher Waffen verbietet, ein wichtiger Schritt zur Delegitimierung dieser Waffen. Hoffentlich werden sich alle Atomstaaten im Laufe der Zeit darauf einigen, diese Waffen abzuschaffen. Ein echter und dauerhafter Frieden kann nur auf dem Fundament der Achtung der Menschenrechte, der internationalen Zusammenarbeit im Interesse des Gemeinwohls und des Aufbaus interkultureller Beziehungen aufgebaut werden.

Gott, befreie uns von unserer Angst vor der Verschiedenartigkeit der Menschen, die allzu oft zu Hass und Gewalt führt. Wende unsere Herzen vom Vertrauen in Kriegswaffen, insbesondere der Atomwaffen, ab und wende uns der Macht deiner Liebe zu. Öffne unsere Herzen, um die Träume, Wünsche und Hoffnungen von Menschen aus allen Kulturen, Nationen, Religionen und Rassen wahrzunehmen und zu erkennen, dass unser gemeinsames Menschsein das ist, was uns verbindet.

 

St. Clare11. August—Fest der hl. Klara von Assisi

Die hl. Klara wurde am 16. Juli 1194 in Assisi als Chiara Offreduccio geboren. Sie war die schöne älteste Tochter von Favorino Scaff, Graf von Sasol-Rosso und seiner Frau Portolans. Obwohl von edler Geburt, lernte sie von ihrer Mutter schon früh die Praxis der Mildtätigkeit gegenüber den Armen und die Hingabe an das Gebet. Das Hören der Predigten des hl. Franziskus von Assisi und das Erleben seiner Hingabe an das Leben nach dem Evangelium, ermutigte sie, ihr privilegiertes Leben zu verlassen und die radikale Armut, das Gebet und den Dienst an den Armen als ihre neue Lebensweise anzunehmen. Zusammen mit Franziskus gründete Klara den späteren "Orden der Armen Klarissen". Die Frauen, die sich ihr anschlossen, wurden zunächst als die "Armen Frauen von San Damiano" bekannt und werden heute als "die Armen Klarissen" bezeichnet.

Klara war eine Heilerin der Kranken, galt als Vertraute des hl. Franziskus und seiner Brüder und als eine Frau, die entschlossen war, ihren eigenen Weg mit ihrer neuen Gemeinschaft von Frauen zu beschreiten. Sie sprach mit Päpsten und Bischöfen über ihre Lebensweise nach dem Evangelium und trat entschlossen dafür ein, wozu Gott sie ihrer Meinung nach berufen hatte. Letztendlich war sie auch so erfolgreich. Am Ende veränderten Klara und Franziskus durch ihre Hingabe an das einfache arme Leben, die Sorge um Gottes wunderbare Schöpfung, die Liebe zur Gewaltlosigkeit und ihren mutigen Dienst an den Armen, die Kirche und die Welt. Ihr prophetisches Zeugnis inspiriert die Menschen nicht nur in der katholischen Kirche, sondern auch in verschiedenen Nationen und Religionen, und das seit mehr als 800 Jahre nach ihrem Tod.

Gott, wir danken dir für das inspirierende Leben der heiligen Klara. Ihre Weisheit und ihr Mut rufen uns auf, unsere Herzen für die Botschaft des Evangeliums zu öffnen. Wir bitten Dich, öffne weiterhin unsere Herzen für die Werte des Evangeliums, die das Leben der hl. Klara so sehr verändert haben.

 

19. August— Welttag der Humanitären Hilfe

HumanitarianDer Welttag der Humanitären Hilfe ehrt Tausende von Menschen auf der ganzen Welt, die ihr Leben riskieren, um Millionen von Menschen, die unter den Verwüstungen von Krieg, Gewalt und Naturkatastrophen leiden, Nahrung, medizinische Versorgung, Wasser, Unterkünfte und Hoffnung zu geben. Die Regierungen aller Nationen werden aufgefordert, die Helfer zu schützen und sie dabei zu unterstützen, den Schwächsten zu helfen. Wo immer Menschen leiden, werden Freiwillige aus der ganzen Welt dazu ermutigt, sich auf jede erdenkliche Weise zu engagieren. Medizinisches Personal kümmert sich um die Kranken und Verletzten, Such- und Rettungsteams werden mobilisiert, um nach Überlebenden zu suchen und die Toten zu bergen, Hilfskräfte spenden, sammeln und transportieren Wasser und Lebensmittel an die Bedürftigen und einfache Zivilisten verteilen Kleidung, Decken und Schuhe an ihre leidenden Geschwister. Viele dieser Bemühungen werden inmitten ständiger Gefahren und Bedrohungen durchgeführt.

Gott, wir beten für die humanitären Mitarbeiter, von denen viele in ihrer Sorge das Leiden anderer zu lindern, ihr Leben riskieren.   Beschütze sie bei ihren Diensten. Mögen wir uns inspirieren lassen, denjenigen, die unsere Hilfe benötigen, auf jede erdenkliche Weise beizustehen. Öffne unsere Hände mit einer Geste der Liebe und des Mitgefühls. Öffne unseren Geist mit Verständnis. Öffne unsere Herzen mit Großmut.

 

23. August—Internationaler Tag zum Gedenken an den Sklavenhandel

Slave TradeIn der Nacht vom 22. auf den 23. August 1791 begann auf der Insel Saint Domingue (heute Haiti) ein Aufstand, der für die Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels von großer Bedeutung war. Durch den Aufstand gelang es schließlich, 1804 die Unabhängigkeit Haitis von den Franzosen zu erlangen. Er war der einzige Sklavenaufstand, der zu einem Staat unter der Regierung ehemaliger Sklaven führte. An diesem Tag gedenken wir der Kraft des menschlichen Geistes, die uns hilft aufzustehen und für die Freiheit selbst unter den bedrückendsten Umständen zu kämpfen. Sklaven ertrugen lange die Schrecken der "mittleren Passage" über den Atlantik, wobei viele Menschen auf dem Weg starben. Die Sklaverei beraubte sie ihrer Kulturen, ihrer Länder, ihrer Familien und sogar ihrer Namen. Missbrauch, mangelhafte Ernährung, Ausbeutung und schlechte Lebensbedingungen nahmen ihnen ihre Kraft und Gesundheit. Doch trotz ihres Elends lebten und kämpften die Sklaven für Freiheit und Würde. Schließlich, schaffte Brasilien 1888 als eines der letzten Staaten in Amerika die Sklaverei ab.

Rassische Diskriminierung setzt sich als Vermächtnis der Sklaverei in Amerika fort. Die moderne Sklaverei des Menschenhandels unterdrückt weiterhin die Menschen und führt zur Bereicherung anderer. Dieser Tag mahnt uns, dass wir, obwohl vor mehr als 130 Jahren die Sklaverei offiziell abgeschafft wurde, es viel zu tun gibt, um die bis heute bestehenden Unterdrückungssysteme zu durchbrechen und abzuschaffen. Lasst uns neu alle Formen der Sklaverei abschaffen, damit alle Menschen in Freiheit und Würde leben können.

Heiliger Gott, segne in besonderer Weise diejenigen, die unter der modernen Sklaverei und unter systemischem Rassismus leiden, der weiterhin Menschen versklavt. Stärke uns alle in unserer Entschlossenheit, den Rassismus, sowohl in unserem eigenen Herzen als auch in den gesellschaftlichen Institutionen, zu bekämpfen. Hilf uns, gemeinsam für das Wohl aller zu arbeiten, damit jeder Mensch mit Respekt, Würde und in Freiheit leben kann.

 

Womens Equality26. August — Welttag der Gleichstellung der Frau

In den Vereinigten Staaten erhielten am 26. August 1920 Frauen das Wahlrecht, als die 19. Änderung der Verfassung der Vereinigten Staaten nach 72 Jahren Kampf unterzeichnet wurde. 1971 stellte die Abgeordnete Bella Abzug eine Resolution vor, in der sie den 26. August eines jeden Jahres zum Tag der Gleichstellung der Frau erklärte. Dieser Tag wird nun weltweit gefeiert, um Frauen zu würdigen und ihre uneingeschränkte Teilnahme am politischen, religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Leben in allen Länder zu fordern. In den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDG's) von 2015, dem Ziel der Vereinten Nationen # 5, heißt es: Wir wollen die Gleichstellung der Geschlechter erreichen und alle Frauen und Mädchen stärken. Um alle anderen SDG's zu erwirken, bedarf es der Ausbildung von Frauen auf Augenhöhe mit den Männern und einer uneingeschränkten Beteiligung aller Frauen an der Gestaltung der Zukunft der Welt. Frauen auszuschließen oder sie nur in den häuslichen und landwirtschaftlichen Bereich zu verbannen, schwächt das gesamte Gefüge der Gesellschaft. Inklusion erweitert und stärkt Gesellschaften und Nationen. Die Fürsorge für die gesamte Menschheitsfamilie erfordert, dass alle Stimmen an den Entscheidungstischen der Welt gleichermaßen gehört werden.

Gott, wir beten für die Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt, die immer noch darum kämpfen, dass ihre Stimmen gehört werden. Gib uns allen die Kraft und den Mut, weiterhin für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für alle Frauen und Mädchen zu arbeiten, damit wir gemeinsam die Welt aufbauen können, die wir ersehnen. Mögen Diskriminierung und Einschüchterung aufhören, damit Frauen überall in der Welt aufstehen, gehört werden, handeln und Veränderungen hervorbringen können!

 

Nuclear Tests29. August—Internationaler Tag gegen Atomwaffentests

Die Beendigung aller Atomtests ist der erste Schritt, um schließlich alle Atomwaffen von der Erde zu entfernen. Der Kernwaffenteststopp-Vertrag (Comprehensive Test Ban Treaty (CTBT)) wurde im September 1996 von den Vereinten Nationen zur Unterzeichnung vorgelegt. Trotz der über 20 Jahre andauernden weltweiten Bemühungen ist der Vertrag noch nicht in Kraft getreten, da einige der 44 Nationen, die den Vertrag unterzeichnen und ratifizieren müssen, bevor er in Kraft treten kann, ihn nicht unterstützen. Indien, Pakistan und Nordkorea haben das Abkommen nicht unterzeichnet oder ratifiziert. Zu denjenigen, die das Abkommen unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert haben, gehören: China, Ägypten, Iran, Israel. Auch die Vereinigten Staaten haben den Vertrag unterzeichnet, aber bisher nicht ratifiziert. Die überwiegende Mehrheit der Länder und Bürger der Welt unterstützt die Beendigung des Wahnsinns des Gleichgewichts des Schreckens (auch MAD-Doktrin, ("MAD" ("mutually assured destruction") als Strategie zur Vermeidung von Krieg. Die meisten erkennen und geben zu, dass die Macht der heutigen Atomwaffen, wenn sie eingesetzt würden, das Leben, wie wir es kennen, zerstören und sich die radioaktive Kontamination weltweit ausbreiten würde. Im Jahr 2017 beriefen die Vereinten Nationen eine Konferenz ein, um ein rechtsverbindliches Instrument zum Verbot von Kernwaffen auszuhandeln, dass zu ihrer vollständigen Beseitigung führen würde. Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen (TPNW) verbietet die Entwicklung, Erprobung, Herstellung, den Erwerb, den Besitz, die Lagerung, den Einsatz von Kernwaffen oder die Drohung, Kernwaffen zu verwenden.   Es wurde im September 2017 zur Unterschrift aufgelegt. Leider haben sich alle Atomwaffenstaaten geweigert, sich an der Entwicklung des Vertrags zu beteiligen. 122 Staaten haben sich an der Entwicklung des Vertrages beteiligt und unterstützen ihn nun. Es ist klar, dass die meisten Menschen auf der Welt ihre Besorgnis über die katastrophale humanitäre Katastrophe, die sich aus dem Einsatz von Atomwaffen ergeben würde, teilen. Dieser Tag mahnt uns, dass eine atomwaffenfreie Welt das ist, was wir uns wünschen und was wir anstreben müssen.

Gott, wir bitten um ein Ende der Atomwaffen in unserer Welt. Hilf uns, die Götzenverehrung von Atomwaffen abzulehnen - hilf uns zu erkennen, dass diese Waffen uns nicht beschützen, sondern unseren gesamten Planeten bedrohen. Mögen wir uns von der Herstellung von Atomwaffen abwenden und stattdessen unsere Ressourcen nutzen, um die Hungrigen zu nähren, die Nackten zu kleiden, die Kranken zu heilen und die jungen Menschen zu erziehen.

 

30. August—Internationaler Tag der Opfer von gewaltsamem Verschleppen

DisappearancesAm 21. Dezember 2010 äußerte die UN-Generalversammlung mit ihrer Resolution 65/209 ihre tiefe Besorgnis über die Zunahme des gewaltsamen oder unfreiwilligen Verschwindens von Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt. Mit der gleichen Resolution nahm die Versammlung das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen an und beschloss, den 30. August zum Internationalen Tag der Opfer von gewaltsamem Verschwinden zu erklären. Unter erzwungenem Verschwinden versteht man die Verhaftung, Inhaftierung, Entführung oder jede andere Form der Freiheitsberaubung durch Agenten eines Staates oder durch Personen oder Personengruppen, die mit der Genehmigung, Unterstützung oder Duldung des Staates handeln, gefolgt von einer Weigerung, die Freiheitsberaubung anzuerkennen, oder durch Verheimlichung des Schicksals oder des Aufenthaltsortes der verschwundenen Person, die eine solche Person außerhalb des Schutzes des Gesetzes stellt. Ungewolltes Verschwinden wurde von Regierungen und paramilitärischen Gruppen genutzt, um ganze Bevölkerungsgruppen einzuschüchtern. Sie richten sich in der Regel an Führungskräfte der Gemeinschaft, die die Menschen inspirieren und/oder diese organisieren, um ihr Leben zu verbessern oder die Achtung ihrer Rechte und Würde als Menschen zu erwirken. Diejenigen, die verhaftet oder inhaftiert werden, haben ein Recht darauf, die konkreten Vorwürfe zu erfahren. Sie haben auch das Recht auf ein zeitnahes Gerichtsverfahren. Inhaftierte haben ein Recht darauf, mit zumindest grundlegender Achtung ihrer Menschenwürde behandelt zu werden, und ihre Familien haben ein Recht darauf zu wissen, wo sie festgehalten werden, unter welchen Vorwürfen und wie sie ihnen mit Rechtsbeistand zur Seite stehen können. Viele der Verschwundenen tauchen nie wieder auf, und die für ihr Verschwinden verantwortlichen Personen werden nie entdeckt oder vor Gericht gestellt. Das erzwungene oder unfreiwillige Verschwinden ist eine Verletzung der Menschenrechte und damit der Würde des Menschen.

Lasst uns für alle Opfer von gewaltsamen Verschleppungen beten, für ihre Familien und für ihre Gemeinschaften.   Lasst uns auch für die Regierenden beten, dass sie sich von unfreiwilligen Verschwörungen abwenden, die ihr Volk terrorisieren und einschüchtern. Stattdessen sollten sich alle Verantwortlichen als Diener ihres Volkes verstehen, auf die Stimme ihrer Mitmenschen hören und so gut sie können zum Wohle der Allgemeinheit handeln. Wir beten auch für diejenigen, die im Namen anderer Zwangsentführungen und geheime Verhaftungen durchführen. Mögen ihre Herzen verwandelt werden und sie von der Not ihrer Brüder und Schwestern berührt werden und so ihre eigene Menschlichkeit zurückgewinnen.

 

Internationale Tage der Solidarität - Juli 2019

Flyer der Internationalen Solidaritätstage

11. Juli—Weltbevölkerungstag

World Population day 7 2019Der Weltbevölkerungstag am 11. Juli soll das Bewusstsein für die Probleme der Weltbevölkerung schärfen. Die Weltbevölkerung ist von 3 Milliarden im Jahr 1960 über 5 Milliarden im Jahr 1987 auf heute etwa 7 Milliarden gewachsen. Obwohl die Erde in der Lage ist, genügend Nahrungsmittel für alle Menschen zu erzeugen, sind die zunehmende Umweltzerstörung, die bewaffneten Konflikte und die dadurch verursachten Flüchtlingsströme Ursache für Hunger und die Missverteilung der Lebensmittel. Zur Nahrungsmittel- und Wasserkrise kommen noch die zusätzlichen Menschenrechtsverletzungen und die Verluste der biologischen Vielfalt hinzu, die für die Erhaltung einer gesunden Umwelt notwendig sind. Die wachsende Bevölkerung bringt auch einen zunehmenden Energieverbrauch mit sich. Selbst erneuerbare, saubere Energiequellen haben nur begrenzte Kapazitäten, um den steigenden Bedarf der wachsenden Bevölkerung dieses Planeten zu decken. Die katholische Kirche hat sich noch nicht ausreichend mit dem Bevölkerungswachstum und seinen langfristigen Auswirkungen auf den Planeten beschäftigt. Wir beten, dass die Kirche ernsthaft über diese Krise nachdenkt und eine moralische Verantwortung dafür übernimmt, wie die Menschenwürde und das menschliche Leben am besten geachtet werden können, und gleichzeitig die Erde und ihre begrenzten Ressourcen schützt.

Gott, wir danken dir für das Geschenk der großen Vielfalt der Menschen auf unserem Planeten Erde. Wir sind dankbar für das einzigartige Geschenk eines jeden Menschen. Wir danken dir auch für unsere Mutter Erde, unser gemeinsames Zuhause.   Sie versorgt uns mit Wasser, Nahrung und Luft. Wir wissen, dass ihre Ressourcen begrenzt sind, und wir wissen, dass das Bevölkerungswachstum nicht unbegrenzt anhalten kann. Hilf uns, verantwortungsbewusst auf dieser Erde unter Achtung der Menschenwürde zu leben und gleichzeitig die ganze Schöpfung zu schätzen.

18. Juli—Geburtstag von Nelson Mandela
Nelson Mandela 7 2019

Nelson Mandela wurde am 18. Juli 1918 in Mvezo, als Sohn der königlichen Familie Thembu, geboren. Mandela, der als Jurist ausgebildet wurde, schloss sich 1943 dem Kampf gegen die Apartheid an. 1964 wurde er wegen des versuchten gewaltsamen Sturzes der Regierung zu lebenslanger Zwangsarbeit im berüchtigten Robben Island Gefängnis in Südafrika verurteilt. Mandela wurde zu einem internationalen Symbol für die Unterdrückung durch Rassismus und Apartheid. Da er seinen Kampf für Rassengerechtigkeit und eine offene und freie Demokratie in Südafrika fortsetzte, wurde er gerade während seiner Haftstrafe zu einem Symbol für Beharrlichkeit und Hoffnung.   Er setzte sich bei den Verhandlungen für ein Ende der Apartheid ein und wurde 1990 schließlich aus dem Gefängnis entlassen. Nach einem offenen und freien politischen Feldzug wurde er 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Obwohl der Übergang von Apartheid zu einer offenen und integrativen Demokratie nicht ohne Gewalt verlief, verhinderte Mandelas Engagement für Gewaltlosigkeit und seinen friedlichen Übergangsprozess einen vollständigen Bürgerkrieg. Südafrika wurde zu einem leuchtenden Beispiel dafür, wie Hoffnung, Beharrlichkeit, Gewaltlosigkeit und Versöhnung eine Gesellschaft verändern können.

Heiliger Gott, wir bitten dich um deine liebevolle Fürsorge für all jene Menschen auf der ganzen Welt, die unter rassischer Diskriminierung, politischer Ausgrenzung oder sozialer Ablehnung leiden. Wir beten, dass alle Männer und Frauen mit Respekt und Würde behandelt werden. Mögen wir den Hoffnungen und Träumen der Menschen mit offenen Herzen zuhören und uns gegenseitig mit Mitgefühl begegnen.

30. Juli—Internationaler Tag der Freundschaft

Friendship day 7 2019

Der Internationale Tag der Freundschaft wurde 2011 von der UN-Generalversammlung ausgerufen. Es ist ein Tag, der der Förderung der Freundschaft zwischen Menschen, Ländern und Kulturen gewidmet ist, um Friedensbemühungen anzuregen und Brücken zwischen den Gemeinschaften zu bauen. An diesem Tag geht es um die Förderung der Freundschaft zwischen Menschen, Ländern und Kulturen. Dieser Tag lädt uns ein, andere Menschen mit offenem Zuhören und mit gegenseitigem Austausch zu kontaktieren, und so unsere persönlichen Beziehungen zu fördern. Auf diese Weise stärken wir die Bande der menschlichen Solidarität und bekämpfen die Ursache von Gewalt, Krieg und Trennung. Dies schafft Verständnis, was wahre Freundschaften entstehen lassen kann. Der Segen unserer vielfältigen Gaben und das Schaffen persönlicher Bindungen untereinander helfen, eine friedliche Welt zu schaffen, die wir uns alle ersehnen.

Gott, wir danken dir, dass du die Menschheitsfamilie mit all ihrer wunderbaren Vielfalt erschaffen hast. Bitte verzeih uns, wenn wir uns durch unsere Verschiedenartigkeit voneinander und von dir getrennt haben. Segne uns mit offenen und respektvollen Herzen, wenn wir unsere gegenseitigen Erfahrungen miteinander teilen und verstehen möchten. Führe uns zu Verständnis und Solidarität, Wertschätzung und Freundschaft.

30. Juli— Welttag gegen Menschenhandel

Antitrafficking 7 2019Die Vereinten Nationen fördern jedes Jahr am 30. Juli den Welttag gegen Menschenhandel. Menschenhandel ist eine Form der modernen Sklaverei. Die Definition von Menschenhandel umfasst:

  • Sexhandel: die Rekrutierung, Unterbringung, Transport, Bereitstellung, Beschaffung, Beherrschung oder Werbung um eine Person zum Zwecke einer kommerziellen Prostitution, die durch Gewalt, Betrug oder Zwang herbeigeführt wird oder bei der die zur Durchführung einer solchen Handlung veranlasste Person das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat; (und)

  • Menschenhandel: die Anwerbung, Unterbringung, Beförderung, Bereitstellung oder Beschaffung einer Person für Arbeit oder Dienstleistungen durch Gewaltanwendung, Betrug oder Zwang zum Zwecke der Unterwerfung unter unfreiwillige Dienstbarkeit, Enteignung, Schuldenfesselung oder Sklaverei.

Die Schlepper wenden Gewalt, Betrug oder Zwang an, um die Opfer dem kommerziellen Sex oder der Zwangsarbeit auszusetzen. Jeder kann überall Opfer von Menschenhandel werden. Die Armen, Flüchtlinge und Asylbewerber sind jedoch besonders gefährdet. Wir alle müssen auf Anzeichen von Menschenhandel achten und dies den zuständigen Behörden melden. In vielen Ländern gibt es "Hotlines" für die Anzeige von vermutetem Menschenhandel.

Heiliger Gott, wir beten für ein Ende des Menschenhandels. Schenke allen, die in der Falle von Menschenhändlern gefangen sind, Hoffnung, Mut und Hilfe. Steh ihnen bei der Suche nach einem sicheren Ausweg, damit sie in Freiheit und Sicherheit leben können. Verwandle die Herzen derer, die andere gegen ihren Willen versklaven. Hilf ihnen, die Würde und Menschlichkeit eines jeden Menschen zu erkennen und Zwang, Gewalt und Ausbeutung der Schwächsten unter uns abzulehnen. Öffnen unsere Augen, für die Menschen, die zu Opfern von Menschenhandel geworden sind. Erfülle uns mit Mut und Mitgefühl für alle, die unter der modernen Sklaverei leiden.

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