5. Juni— Internationaler Tag der Umwelt

June 1Der Weltumwelttag der UNO wird in 100 Ländern begangen und ruft alle Bürgerinnen und Bürger der Welt auf, das Bewusstsein für den Schutz der Erde zu schärfen. Außerdem sollen an diesem Tag Maßnahmen zum Schutz der Umwelt gefördert werden. Die Erde ist unsere Mutter. Sie ernährt und schützt uns und alles Leben auf unserem Planeten. Am 5. Juni finden in Schweden die WeltUmwelt-Feierlichkeiten statt. Das Thema lautet " Es gibt
nur eine Erde: Nachhaltig mit der Natur leben". Die Umweltkonferenz der Vereinten Nationen von 1972 jährt sich in diesem Jahr zum 50-sten mal. Heute befindet sich die Erde an einem Scheideweg. Jeder Einzelne von uns und wir alle gemeinsam können etwas bewirken. Die Aktionsplattform Laudato Si ist ein Versuch der katholischen Kirche, die Weltgemeinschaft in Aktivitäten zum Schutz und zur Erhaltung der Erde, unserem gemeinsamen Haus, einzubinden. Schließen wir uns mit allen Menschen guten Willens zusammen, um gemeinsam für eine bessere Zukunft zu wirken.
Großer Gott, wir erheben unsere Stimmen zu dir und loben dich für die Wunder deiner Schöpfung. Wir danken dir besonders für die Luft, die wir atmen. Inspiriere uns zum Handeln im Namen von Mutter Erde und Schwester Luft. Wir wissen, dass wir uns in einer kritischen Zeit befinden, in der wir die CO2Emissionen und die giftigen Chemikalien in der Luft reduzieren müssen. Jetzt ist es auch an der Zeit, mehr Grünflächen anzulegen und Pflanzen und Bäume, die uns mit Sauerstoff versorgen, zu schützen und wir müssen dringend die Nutzung fossiler Brennstoffe beenden. Hilf uns, unser Leben zu ändern, damit wir und künftige Generationen ein gesundes und nachhaltiges Leben führen können.

8. Juni— Welttag der Ozeane

June 2Die Ozeane bedecken etwa zwei Drittel der Erdoberfläche. Sie versorgen uns mit Nahrung, Heilmitteln und dem größten Teil des Sauerstoffs, den wir zum Atmen benötigen. Die Ozeane sind auch für die Erhaltung der Erdtemperatur entscheidend, einschließlich der jahreszeitlichen Veränderungen und der Regenzyklen. In diesem Jahr wird jeder dazu aufgerufen: "Wear Blue, Tell Two". Wir sollen an diesem Tag nicht nur etwas Blaues tragen, sondern auch zwei Fakten, die wir über die Ozeane der Erde gelernt haben, einem anderen erzählen.
In diesem Jahr steht der Weltozeantag unter dem Motto "Revitalisierung: Gemeinsames Handeln für die Ozeane". Eine der größten Bedrohungen für unsere Ozeane ist der globale Klimawandel. Die Ozeane erwärmen sich in einem alarmierenden Tempo, und dies kann die Meeresströmungen stark verändern, was zu abnormen Flut- und Trockenheitszyklen führt, was wiederum die globale Erwärmung beschleunigt. Auch die Plastikverschmutzung der Meere hat ein kritisches Ausmaß erreicht und tötet damit Fische,

Meeressäuger und Seevögel. Solange die Plastikproduktion anhält, wird die Verschmutzung der Weltmeere immer weiter fortschreiten, denn Plastik verschwindet nicht einfach aus der Umwelt. Es zerfällt lediglich in immer kleinere Partikel. Die Abschaffung von Einwegplastik und das Recycling von Kunststoffen muss zu einer allgemeinen Verpflichtung werden.  

Schöpfer des Lebens, wir danken dir für die Ozeane, die das Leben erhalten, das Klima der Erde regulieren, uns mit ihrer Schönheit und Kraft inspirieren und alle Lebewesen erhalten. Öffne unsere Herzen mit einer wachsenden Wertschätzung für die Ozeane. Hilf uns, für sie zu sorgen, indem wir Tag für Tag Entscheidungen für einen nachhaltigen Lebensstil treffen, damit das Leben auch für kommende Generationen lebenswert bleibt.

12. Juni— Welttag gegen Kinderarbeit

June 3Der Welttag gegen Kinderarbeit zielt darauf ab, die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) 8.8, d. h. sichere Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmer bis 2030, und 8.7, d. h. die Beendigung aller Formen von Kinderarbeit bis 2025, zu beschleunigen.   "Kinder sollten nicht auf Feldern arbeiten, sondern ihre Träume verwirklichen". Dennoch arbeiten weltweit über 150 Millionen Kinder in fast allen Wirtschaftssektoren, über 70 % davon in der Landwirtschaft. Die meisten dieser Kinder arbeiten unter gefährlichen Bedingungen und für wenig oder gar keinen Lohn. Solche Praktiken berauben Kinder ihrer Kindheit - ihrer Sozialisierung, ihres Spieles, ihres Schulbesuchs, ihres Schlafs und ihrer Ernährung sowie des Gefühls, in einer stabilen Umgebung geliebt und beschützt zu leben. Die UNO hat den Schutz von Kindern vor Ausbeutung und Kinderarbeit zu einer ihrer höchsten Prioritäten erklärt.  

Gott, wir bitten dich, alle Kinder in der Welt zu segnen. Beschütze sie vor Ausbeutung, Missbrauch und Angst. Gib uns den Mut, einzuschreiten, wenn wir feststellen, dass ein Kind missbraucht oder vernachlässigt wird. Inspiriere die Menschen, alle Kinder wertzuschätzen und ihnen Sicherheit, Fürsorge, Liebe und Mitgefühl zu schenken. Mögen wir ihnen Bildung, Ernährung und Sicherheit garantieren, so dass sie ihre Fähigkeiten voll entfalten können. 

 

17. Juni— Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürren

June 4Der Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung wird weltweit am 17. Juni begangen. Dieser Tag lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die sich rasch ausbreitenden Dürregebiete unseres Planeten. Dies ist eine Folge des Klimawandels, falscher Anbaumethoden, der Abholzung von Wäldern und der daraus resultierenden Erosion sowie der Zerstörung der Ozonschicht, die die landwirtschaftlichen Flächen der zunehmenden Austrocknung durch die Sonne aussetzt.   In der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung heißt es: "Wir sind entschlossen, den Planeten vor Umweltzerstörung zu schützen, unter anderem durch nachhaltigen Konsum und eine nachhaltige Produktion, einer nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und durch rasche Maßnahmen gegen den Klimawandel.

 Mutter/Vater Gott, wir danken dir für Mutter Erde, die unser Leben erhält. Hilf uns, den Boden zu schützen, auf dem wir unsere Feldfrüchte anbauen. Hilf uns, die landwirtschaftlichen Flächen mit Respekt zu behandeln und nachhaltige, ungiftige Methoden anzuwenden, um das Wachstum der Nahrungsmittel zu verbessern, die uns alle ernähren. Hilf uns, das Grundwasser so weit wie möglich zu schonen und unsere einheimische Wiesen und Wälder zu schützen, um unser Land vor Überschwemmungen zu bewahren, die Mutterboden und Bodennährstoffe vernichten. Wir danken dir für den Segen des Ackerbodens, den heiligen Boden, auf dem wir leben.

20. Juni— Internationaler Flüchtlingstag

 June 5Die weltweite Flüchtlingskrise verschärft sich weiter, da Millionen von Menschen aus ihren Heimatländern fliehen, um Gewalt, Krieg, Hunger und Angst zu entkommen. In den letzten Jahren mussten Klimaflüchtlinge umgesiedelt werden, weil ihre Heimat durch den Anstieg des Meeresspiegels überflutet wurden. Viele Flüchtlinge verlassen ihre Heimat mit praktisch nichts in den Händen.

Flüchtlinge verbringen oft Monate oder Jahre inFlüchtlingslagern, die gefährlich, unhygienisch und überfüllt sind. Sie  haben  wenig Mitspracherecht bei der Entscheidung, in welches Land sie letztendlich gebracht werden sollen. Wenn sie dort ankommen, kennen die meisten die Sprache des Aufnahmelandes nicht und werden oft feindselig und misstrauisch abgefertigt. Wir alle sind aufgerufen, den Flüchtlingen unsere Hand zu reichen und ihnen jede erdenkliche Unterstützung anzubieten, um ihnen die Eingliederung zu erleichtern. Jeder von uns kann etwas tun - Sprache beibringen, bei der Arbeitssuche helfen, Kinder bei der Schulanmeldung und bei Impfungen unterstützen, Kleidung oder Haushaltsgegenstände sammeln, die in den neuen Häusern oder Wohnungen gebraucht werden. Vor allem aber können wir ihnen unsere Freundschaft, unseren Respekt und unser Willkommen entgegenbringen!

Gott, wir bitten dich, beschütze alle Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen. Segne sie auf ihrer gefährlichen Reise. Hilf uns, sie mit offenen Armen und offenen Herzen aufzunehmen und bewege uns, jedem Flüchtling in unserer Mitte mit Respekt und Liebe zu begegnen. Hilf uns auch, uns für eine gerechte Einwanderungs- und Asylpolitik in unseren eigenen Ländern einzusetzen, damit die Menschenrechte geachtet und die internationalen Gesetze für Flüchtlinge durchgesetzt werden.  

26. Juni— Internationaler Tag der Unterstützung von Folteropfern

June 6Folter ist eine unmoralische Tat, weil sie die Würde des Menschen verletzt und den Opfern irreparablen Schaden zufügt. Mit der Folter wird versucht, die Menschenwürde des Opfers zu verleugnen, aber in Wirklichkeit beraubt sie auch den Folterer seiner Menschenwürde. Am Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer ruft die UNO uns alle auf, uns mit den Tausenden von Folteropfern zu solidarisieren. Gemeinsam sagen wir "Nein" zur Folter und weisen alle Versuche, Folter zu rechtfertigen, aktiv zurück. Nach internationalem Recht ist Folter unter keinen Umständen erlaubt. Sie kann nicht einmal als letztes Mittel gerechtfertigt werden. Folterer müssen strafrechtlich verfolgt werden, und die Opfer haben ein Recht auf Entschädigung, einschließlich medizinischer und psychologischer Hilfe. Wir dürfen Folteropfer nicht zurückschicken. Wir müssen in unseren Asylverfahren Wege finden, die Foltergeschichten in einer Weise zu erfragen, die ihre Erfahrungen und ihre Schwierigkeiten respektieren.

Gott, bewahre die Menschen vor Folter. Schenke uns Mitgefühl, sodass wir, wenn wir in die Augen eines anderen Menschen schauen, einen Bruder oder eine Schwester mit den gleichen Gefühlen, Hoffnungen, Träumen und Bedürfnissen sehen wie wir sie selbst haben. Beschütze uns, wenn wir die Regierungen auffordern, alle Formen der Folter und alle Versuche, sie zu rechtfertigen, abzulehnen. Mögen unsere Herzen in Mitgefühl und Respekt füreinander wachsen.

Internationale Tage der Solidarität – Mai 2022

Flyer

  1. Mai—Internationaler Tag der Arbeit

Workers Day 22Mit dem Internationalen Tag der Arbeit werden alle ArbeitnehmerInnen auf der ganzen Welt für ihren Kampf um sichere Arbeitsbedingungen, einen existenzsichernden Lohn, die Einhaltung eines 8-Stunden-Tags, Respekt und der Anerkennung für ihren Beitrag zum Gemeinwohl und ein Ende der Kinderarbeit gefeiert. Viele ArbeitnehmerInnen setzen sich auch weiterhin dafür ein, sich selbst zu organisieren und ihre Anliegen gegenüber der Unternehmensleitung und den Arbeitgebern ohne Repressalien vorbringen zu können. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Arbeitsplatzsicherheit nach Krankheit oder Verletzung am Arbeitsplatz sind für viele Arbeitnehmer immer noch nicht gewährleistet. Selbst in den Ländern, in denen gewerkschaftliche Organisierung und Arbeitnehmerrechte gesetzlich verankert sind, wird weiterhin versucht, diese hart erkämpften Rechte wieder zunichte zu machen. Wie Papst Franziskus in seiner jüngsten Enzyklika Fratelli Tutti sagt, muss der erste Schritt zu einem gerechteren Wirtschaftssystem die Einführung eines existenzsichernden Lohns sein. Dieser ist definiert als ein Lohn, von dem ein Arbeitnehmer und seine Familie leben können. Gegenwärtig benötigen viele Zwei-Eltern-Haushalte 2-3 Jobs, um über die Runden zu kommen. Das bedeutet, dass die Kinder oft nicht die elterliche Zuwendung erhalten können, die sie eigentlich benötigten. Das bedeutet auch, dass die Erwachsenen überarbeitet sind, was sich auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden niederschlägt.

Gütiger und gerechter Gott, segne alle ArbeitnehmerInnen auf der ganzen Welt, die mit ihrer Arbeit zum Aufbau von Gemeinschaften und Gesellschaften beitragen. Hilf uns, die Würde eines jeden Menschen und den Wert der Arbeit eines jeden zu schätzen und anzuerkennen. Mögen wir alle in Solidarität zusammenstehen und uns dafür einsetzen, dass alle Menschen einen existenzsichernden Lohn erhalten, sichere Arbeitsbedingungen vorfinden und mit Respekt behandelt werden.

 

15. Mai— Der 91. Jahrestag von Quadragesimo Anno

QA2022Am 15. Mai 1931 veröffentlichte Papst Pius XI. seine Enzyklika Quadreagesimo Anno (QA) anlässlich des 40. Jahrestages der Enzyklika Rerum Novarum von Papst Leo XIII. In diesen beiden Enzykliken wurden die moralischen Grundsätze dargelegt, die für eine gerechte Entwicklung der nach der industriellen Revolution entstehenden Gesellschaftsordnung gelten sollten. In QA befasste sich Papst Pius XI. mit Fragen wie Privateigentum und Gemeinwohl, den Rechten und Pflichten in Bezug auf Kapital und Arbeit, dem Recht auf Arbeit als Menschenrecht und dem Recht der Arbeitnehmer auf ein existenzsicherndes Einkommen für sich und ihre Familien. Gegenwärtig gibt es in vielen Ländern keine Mindestlohngesetze, oder der gesetzliche Mindestlohn ist keinesfalls existenzsichernd. Diese Enzyklika fordert uns auf, diese und andere Fragen aufzugreifen. Sie betont außerdem die grundlegende Rolle der Arbeit bei der Schaffung von Kapital und die Bedeutung des Kapitals für die Entwicklung florierender Volkswirtschaften. Sie appelliert an die Regierungen, das Gemeinwohl durch Besteuerung und eine gerechte Umverteilung von Gütern und Dienstleistungen zu gewährleisten und gleichzeitig die Infrastrukturen aufzubauen und zu erhalten. Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich macht deutlich, dass viele Gesellschaften diesen Grundsätzen nicht gerecht werden. In Laudato Si' und Fratelli Tutti baut Papst Franziskus auf diese Konzepte auf, indem er von einer gerechten Wirtschaft als Grundlage für die menschliche Entwicklung spricht. Wirtschaftssysteme haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Lebensqualität. Wirtschaftliche Gerechtigkeit ist ein wesentliches Element in Papst Franziskus' Konzept der "integralen Ökologie". Die Sorge um die Umwelt und die Sorge um die Armen kann nur durch wirtschaftliche Gerechtigkeit erreicht werden.

Allmächtiger Gott, wir beten für die Armen und für die Schöpfung, die unter dem leiden, was Papst Franziskus die Globalisierung der Gleichgültigkeit nennt. Hilf uns, Wirtschaftssysteme und unsere persönlichen Entscheidungen zu hinterfragen, ehe sie zur Zerstörung des Lebens beitragen. Segne unsere Bemühungen, die Bedürfnisse aller zu stillen, um jetzt und für künftige Generationen eine blühende Zukunft zu sichern.

 

21. Mai—Fest des Seligen Franz Jägerstätter

Jgersttter 22Franz Jägerstätter wurde in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts in Österreich geboren. Wie der heilige Franziskus hatte er eine ziemlich wilde Jugend, schloss sich einer Motorradclique an und störte oft den Frieden in seinem kleinen Dorf. Nachdem er geheiratet hatte, schien er sesshaft zu werden, arbeitete als Landwirt, studierte die Heilige Schrift und schloss sich dem säkularen Dritten Orden des hl. Franziskus an. Er verinnerlichte das Evangelium und die franziskanische Botschaft des Gewaltverzichts, als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen. Es dauerte nicht lange, bis die Nazis auch Österreich annektierten. Wie viele Österreicher erfuhr er schnell von ihren Aktivitäten und Absichten. Aufgrund seines Engagements für die Werte des Evangeliums verweigerte er den obligatorischen Militärdienst, der in seinen Augen eine Form der Komplizenschaft mit dem Nazi-Regime darstellte. Obwohl er Frau und drei Töchter hatte, folgte er weiterhin seinem Gewissen. Am 9. August 1943 wurde er im Alter von 36 Jahren wegen Hochverrats verhaftet und hingerichtet. Es heißt, als sein Anwalt ihn darauf hinwies, dass auch andere Katholiken in der Armee dienten, soll Franz geantwortet haben: "Ich kann nur nach meinem eigenen Gewissen handeln. Ich verurteile niemanden. Ich kann nur über mich selbst urteilen." Er fuhr fort: "Ich habe an meine Familie gedacht. Ich habe gebetet und mich und meine Familie in die Hände Gottes gelegt. Ich weiß, dass er für meine Familie sorgen wird, wenn ich das tue, was ich glaube, dass Gott von mir will." Seine Tapferkeit und sein Engagement für Gewaltlosigkeit hat im Laufe der Jahre viele Menschen inspiriert. Seine Lebensgeschichte und sein Tod zeigen uns, dass der Preis für ein Leben nach dem Evangelium hoch sein kann und möglicherweise sogar mit dem Leben bezahlt werden muss. Mögen wir in unserem Bemühen, ein Segen im Herzen der Welt zu sein, Gottes Liebe und Barmherzigkeit durch unsere gewaltfreie Präsenz bezeugen.

Liebender Gott, wir beten für ein Ende von Ungerechtigkeit, Drohungen, Gewalt und Krieg. Wir wissen, dass dauerhafter Frieden nur durch Dialog, Vertrauen, Verständnis und Liebe erreicht werden kann. Angesichts der Brutalität und des Leids in unserer Welt, die durch Gewalt, Habgier, Angst und Einschüchterung verursacht werden, wollen wir uns mit allen solidarisch erklären, die sich für den Frieden einsetzen. Mögen wir jeden Menschen als unseren Bruder und unsere Schwester achten. Gewähre uns dauerhaften FRIEDEN!

 

22. Mai— Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

Biodiversity 22In diesem Jahr steht der Internationale Tag der biologischen Vielfalt unter dem Motto "Eine gemeinsame Zukunft für alles Leben aufbauen". Die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist die Antwort auf mehrere Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung. Sie ist das Rückgrat der Bekämpfung des Klimawandels, einer nachhaltigen Landwirtschaft, der Wiederherstellung sauberer Luft- und Wasserquellen und der Erhaltung der Gesundheit von Pflanzen und Tieren auf unserem Planeten. Fisch liefert 20 Prozent des tierischen Proteins für etwa 3 Milliarden Menschen. Über 80 % der menschlichen Ernährung besteht aus Pflanzen. Nicht weniger als 80 Prozent der Menschen in ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer sind für ihre medizinische Grundversorgung auf traditionelle pflanzliche Arzneimittel angewiesen. Der Verlust der biologischen Vielfalt bedroht jedoch alle, auch unsere Gesundheit. Es ist erwiesen, dass sich durch den Verlust der biologischen Vielfalt die von Tieren auf Menschen übertragenen Krankheiten ausbreiten können. Wenn wir hingegen die Biodiversität erhalten, stellt sie ein hervorragendes Mittel zur Bekämpfung von Pandemien wie der durch Coronaviren verursachten dar. Zudem können sich die Ökosysteme der Erde erholen und den Planeten heilen. Wir müssen die Natur in den Mittelpunkt der nachhaltigen Entwicklung stellen. Obwohl es allgemein bekannt ist, dass die biologische Vielfalt ein globales Gut von unschätzbarem Wert für die heutige und künftige Generationen ist, wird die Zahl der Arten durch menschliche Eingriffe erheblich reduziert. Der Mensch kann diesen Trend aber auch wieder umkehren.

Für weitere Informationen: “A Beginner’s Guide to Ecosystem Restoration” siehe www.unep.org/news-and-stories/beginners-guide-ecosystem-restoration

Schöpfergott, ermutige uns, unverzüglich Maßnahmen zum Schutz der wunderbaren biologischen Vielfalt unseres Planeten zu ergreifen. Wir wissen, dass große wie kleine Maßnahmen dazu beitragen können, die Gesundheit von Mutter Erde, die Heimat so vieler Lebewesen ist, wiederherzustellen. Mögen wir an diesem Tag der biologischen Vielfalt unsere Stimmen zum Lob erheben und uns erneut dafür einsetzen, die wunderbare Vielfalt deiner Schöpfung zu bewahren, zu schützen und zu ehren.

 

24. Mai— Siebter Jahrestag von Laudato Si': Über die Sorge für unser gemeinsames Haus

LaudatoSi 22Laudato Si' - Über die Sorge für unser gemeinsames Haus ist die Enzyklika, die Papst Franziskus 2015 veröffentlicht hat. Sie richtet sich an "alle Menschen, die auf dieser Erde leben", nicht nur an Katholiken. Sie wurde eindeutig vom Heiligen Franziskus inspiriert, dem Schutzpatron aller, die sich für die Ökologie einsetzen und der alle Geschöpfe als Brüder und Schwestern bezeichnete. Wenn wir uns als eins mit der Schöpfung begreifen, wird unsere Beziehung zur Schöpfung persönlich, liebevoll, respektvoll, offen, dankbar und von Staunen durchdrungen sein. Wir sind dann nicht mehr in der Lage, uns als "Herren, Konsumenten, rücksichtslose Ausbeuter" zu sehen, die nicht in der Lage sind, ihren eigenen Bedürfnissen Grenzen zu setzen. Wenn wir uns dagegen mit allem, was existiert, innig verbunden fühlen, werden Nüchternheit und Fürsorge spontan aufkommen". (Absatz 11) Laudato Si' ruft uns zu einer persönlichen und gemeinschaftlichen Bekehrung des Herzens auf, die uns zum Handeln im Namen unseres gemeinsamen Hauses bewegt. Papst Franziskus lädt uns ein, unser Leben zu überprüfen, unseren ökologischen Fußabdruck zu bedenken und die notwendigen Veränderungen vorzunehmen, um unsere rechte Beziehung zur Schöpfung wiederherzustellen. Schließen wir uns mit der gesamten weltweiten Gemeinschaft in diesem Bemühen zusammen und erkennen wir an, dass die Schöpfung eine einzigartige Offenbarung der göttlichen Gegenwart ist, die wir erkennen, schätzen und schützen müssen.

Gott der Schöpfung, du segnest uns mit so wunderbaren Gaben auf diesem schönen und lebendigen Planeten. Wir preisen dich für die Schönheit, die Kraft, das Wunder und die Liebe, die sich in allem, was ist, enthüllt. Wenn wir diesen 7. Jahrestag von Laudato Si' feiern, inspiriere uns, mutig für die Erde, unser gemeinsames Haus, zu sorgen. Mögen wir, verwurzelt in der Liebe, die richtigen Beziehungen zur Schöpfung und zueinander wiederherstellen und eine blühende Zukunft für uns und für künftige Generationen gestalten.

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