Internationale Tage der Solidarität – März 2021

Flyer

8. März —Internationaler Tag der Frau

Womans day 3 21Mit dem Internationalen Tag der Frau (IWD) werden weltweit am 8. März die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Errungenschaften von Frauen gefeiert. Außerdem wird an diesem Tag die Gleichberechtigung von Frauen eingefordert. In der Erkenntnis, das Herausforderungen notwendig sind, um Veränderungen herbeizuführen, lautet das Motto für den IWD 2021 #ChooseToChallenge - eine geforderte Welt ist eine wache Welt! Wir alle sind aufgefordert, uns unserer geschlechtsspezifischen Vorurteile und Ungleichheiten bewusst zu werden. Wir wissen, dass die Beiträge von Frauen zur Gesellschaft wesentlich für den Fortschritt zum Gemeinwohl ausschlaggebend sind und verbinden unsere Aktionen mit unseren Gebeten für den Aufbau einer inklusiven Welt, in der jeder Mensch anerkannt und gefördert wird, um sein volles Können zu entfalten.

Gott, wir danken dir für die Inspiration, die Kreativität und die Hingabe von den Frauen auf der ganzen Welt, die im Kampf für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung eine Vorreiterrolle übernehmen. Segne alle Frauen, die sich dafür einsetzen, dass ihre Stimmen gehört werden. Hilf uns, für das gemeinsame Wohl aller zusammenzustehen, sodass wir eine inklusivere Welt gestalten können.

21. März— Woche der Solidarität gegen Rassismus und Rassendiskriminierung

Racism 3 21Am 21. März beginnt die UN-Woche der Solidarität gegen Rassismus und Rassendiskriminierung. Nach der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen (UN) im Jahr 1948 war das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung das erste der großen internationalen Abkommen, das von der UN-Generalversammlung verabschiedet wurde.

Die Konvention wurde 1965 verabschiedet und trat 1969 in Kraft. Leider wird die Welt bis heute von Rassendiskriminierung heimgesucht, die viele Opfer von Gewalt und Armut hinterlässt. Jüngste weltweite Ereignisse zeigen die oft brutalen Folgen des Rassismus auf, wie der Tod von Afroamerikanern in Polizeigewahrsam in den Vereinigten Staaten, die "ethnische Säuberung" in Myanmar von ihrer Rohingya-Minderheit, Rassendiskriminierung oder Gewalt in Europa, die Ausbeutung ausländischer Arbeiter aus armen Entwicklungsländern in Saudi-Arabien, usw. Die jüngste Enzyklika Fratelli Tutti von Papst Franziskus fordert uns auf, zu begreifen, dass wir alle einander Brüder und Schwestern sind. Die Menschenrechte beruhen auf der natürlichen, universellen Menschenwürde aller. Die Abgrenzung in der Rassenzugehörigkeit ist häufig ein künstliches auf Lügen beruhendes Konstrukt, das behauptet, dass eine Gruppe anderen irgendwie überlegen ist. Wir sind aufgerufen, eine weltweite Kultur der Begegnung zu schaffen. (Ansprache von Papst Franziskus am 3. Februar 2019 in Abu Dabi: "Menschliche Geschwisterlichkeit: Für den Weltfrieden und das Zusammenleben")

Oh Gott, stärke uns, auf unserem Weg, alle Formen von Rassismus auszurotten, die noch in unseren eigenen Herzen schlummern. Öffne uns für eine Kultur der Begegnung, in der jeder Mensch als unser Bruder oder unsere Schwester wahrgenommen wird. Hilf uns, aktiv zuzuhören, damit wir einander mit Mitgefühl und Verständnis begegnen können. Hilf uns, auch daran mitzuwirken, dass gesellschaftliche Strukturen und politische Maßnahmen, die auf Rassendiskriminierung beruhen, abgebaut werden.

22. März — Welt-Wasser-Tag

Water 3 21Dieser Tag wurde 1993 von den Vereinten Nationen eingeführt, um das Bewusstsein aller Menschen für die Notwendigkeit zu schärfen, das kostbare Geschenk des Wassers zu schützen und zu erhalten. Zunehmend gravierende Dürren und die Störung langjähriger saisonaler Wetterverhältnisse haben das Bewusstsein für die entscheidende Rolle von sauberen Wasserquellen für das Überleben des Lebens auf der Erde geschärft. Heute erinnert uns dieser Tag an unsere Verantwortung, die Süßwasserquellen zu erhalten und zu schützen. Der steigende Meeresspiegel hat bereits die Süßwasserquellen vieler Küstenregionen verseucht. Da die Gletscher und Polkappen weiter schmelzen, wird sich diese Bedrohung in den kommenden Jahren voraussichtlich noch verschärfen. Selbst wenn der globale Klimawandel stabilisiert werden kann, wird es Jahrzehnte dauern, bis die Süßwasserquellen wieder sauber vorhanden sind. Der Klimawandel bedroht auch die Artenvielfalt unserer Ozeane. Wasser in all seinen Formen muss geschützt und erhalten werden.

Gott, wir preisen dich für Schwester Wasser. Wir wissen um die Kraft des Wassers, Canyons und Küstenlinien der Erde zu formen. Wasser umfängt uns mit Wärme und Sicherheit im Schoß unserer Mutter. Wasser segnet die Erde mit Regen und erhält unser Leben. Es reinigt und erfrischt uns. Seine Schönheit beeindruckt uns, wenn Wellen gegen Felsen prallen oder sanft das Ufer erreichen; wenn es einen Wasserfall hinunterstürzt oder einen Berg mit einem weichen weißen Mantel bedeckt; wenn es die Schönheit des Himmels und der Bäume in seinen klaren Seen widerspiegelt oder ein Tal in einen frühen Morgennebel hüllt. Gott, wir danken dir und loben dich für unsere Schwester Wasser.

25. März— Internationaler Gedenktag für die Opfer der Sklaverei und des Transatlantischen Sklavenhandels

Slavery 3 21Dieser UN-Gedenktag wird seit 2008 jährlich begangen. Über 17 Millionen Afrikaner wurden zwischen dem 16. und der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika verschleppt, viele Millionen mehr starben auf dem Weg dorthin. Mit der UN-Resolution 62/122, die diesen Gedenktag ins Leben gerufen hat, wollen wir ein wachsendes Bewusstsein für die extremen Folgen von Rassismus und Diskriminierung schaffen. So soll auch deutlich werden, dass Hoffnung inmitten von Verzweiflung und Leid menschliches Überleben möglich macht. Die Brutalität und der Schrecken des transatlantischen Sklavenhandels wurden nur dadurch möglich, dass einem ganzen Volk die volle Menschenwürde abgesprochen wurde. Es ist sehr passend, dass dieser Tag in die Mitte der Woche der Solidarität gegen Rassismus und Rassendiskriminierung fällt. Der Tag soll uns daran erinnern, dass unsere gemeinsame Menschheit uns alle zu Brüdern und Schwestern macht.

Gott, wir bitten um Vergebung für das Leid, das so vielen Menschen durch den transatlantischen Sklavenhandel zugefügt wurde. Heile uns alle von Rassismus, der uns weiterhin voneinander trennt. Hilf uns, einander als Brüder und Schwestern zu respektieren, zu achten und zu unterstützen, damit wir nie wieder einen Menschen aufgrund seiner Abstammung, seiner ethnischen Zugehörigkeit, seiner Religion oder seines Geschlechts die volle und gleiche Menschlichkeit absprechen. Hilf uns, unermüdlich daran zu arbeiten, eine Welt der Gerechtigkeit zu schaffen, in der alle Menschen respektiert werden.

Internationale Tage der Solidarität Februar 2021

Flyer

6. Februar—Internationaler Tag der Nulltoleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung (FGM)

FGM2 21Im Jahr 2003 wurde dank Stella Obasanjo, der damaligen First Lady von Nigeria, "Zero Tolerance to FGM" zur offiziellen Forderung des Inter-Afrikanischen Komitees für traditionelle Praktiken, die die Gesundheit von Frauen und Kindern betreffen (IAC) und der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen. Dieser Tag wurde eingerichtet, um das internationale Bewusstsein bezüglich dieser Praktiken und der Notwendigkeit, sie auszurotten, zu sensibilisieren. Heute gilt die weibliche Genitalverstümmelung als eine Form der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und ist weltweit als eine Form der Menschenrechtsverletzung anerkannt. Darüber hinaus sind die medizinischen Risiken wie starker Blutverlust, Infektionen, Schmerzen, spätere Komplikationen bei der Geburt und mögliche langfristige negative psychologische Auswirkungen bekannt. Obwohl die Zahl der Genitalverstümmelungen in den letzten Jahren zurückgegangen ist, wird dieser Tag weiterhin unsere Aufmerksamkeit auf diese Form der Gewalt gegen Frauen konzentrieren, bis sie wirklich weltweit abgeschafft ist.

Gott, wir danken dir für unsere wunderbaren Körper, mit denen du uns beschenkt hast. Diese "irdenen Gefäße" haben ihren Ursprung in demselben kosmischen Sternenstaub, der die Erde selbst geboren hat. Alles, was du geschaffen hast, ist gut und heilig und soll gehegt, geschützt und respektiert werden. Wir bitten, dass die Genitalverstümmelung ein Ende findet, damit keine Frau und kein Mädchen mehr auf diese Weise missbraucht werden kann. Wir beten, dass alle Frauen und Männer begreifen, dass der Körper der Frau, so wie du ihn geschaffen hast, heilig ist.

 

8. Februar— Internationaler Tag des Gebetes gegen den Menschenhandel


Trafficking 2 21Der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und die Internationale Vereinigung der Generaloberinnen (UISG) haben den 8. Februar, den Festtag der heiligen Josephine Bakhita - einer ehemaligen Sklavin und Opfers von Menschenhandel - zum jährlichen Tag des Gebetes und des Gedenkens gegen Menschenhandel erklärt. Menschenhandel gilt als eine Form der modernen Sklaverei. Wann immer eine Person gegen ihren Willen, durch psychischen Druck oder Androhung von körperlicher Gewalt, zur Arbeit oder zu sexuellen Handlungen gezwungen wird, handelt es sich um eine Form der Versklavung. Viele Menschen in wirtschaftlich verzweifelten Situationen werden mit dem Versprechen auf eine gut bezahlte Arbeit, weg von Familie und Freunden in andere Länder gelockt, um dort gegen ihren Willen festgehalten zu werden. Sie werden ausgebeutet und sind oft nicht in der Lage, sich aus ihrer Knechtschaft zu befreien. Sowohl nationale als auch internationale Gesetze haben bereits versucht, dem Menschenhandel ein Ende zu setzen, und doch gibt es diese Praxis weiterhin. Am heutigen Tag sind wir aufgerufen, uns der Warnzeichen für Menschenhandel bewusst zu werden und Verdachtsfälle den Behörden zu melden. Viele Opfer konnten bereits befreit werden, weil die Warnsignale erkannt und angezeigt werden konnten.

O Gott, segne alle, die als Opfer von Menschenhändlern leiden. Gib ihnen die Gewissheit, dass sie geliebt und nicht vergessen sind. Inspiriere alle Menschen mit Entschlossenheit und Mut, vermeintliche Situationen von Menschenhandel zu melden. Wandle die Herzen der Menschenhändler und derer, die vom Menschenhandel profitieren, so dass sie den Schmerz, den sie verursachen, spüren und sich von ihren Taten abwenden. Mögen wir gemeinsam eine von Menschenhandel freie Gesellschaft entwickeln.

 

11. Februar Welttag der Kranken

Sick 2 21Der Welttag der Kranken wurde 1993 von Papst Johannes Paul II. eingeführt und am Festtag der Muttergottes von Lourdes gefeiert. An diesem Tag beten Katholiken auf der ganzen Welt für alle, die an Krankheiten oder Gebrechen leiden, und für die Menschen, die sich um sie sorgen.   In diesem Jahr ist dieser Tag besonders ergreifend, da Millionen von Menschen in allen Teilen der Welt an der COVID-19-Pandemie leiden und sterben. In seiner Botschaft zum Welttag der Kranken schreibt Papst Franziskus: “Die gegenwärtige Pandemie hat viele Unzulänglichkeiten der Gesundheitssysteme und Mängel bei der Betreuung Kranker ans Licht gebracht. Den Alten, Schwachen und Hilflosen wird nicht immer der Zutritt zu den Behandlungen gewährleistet, und nicht immer ist er gerecht geregelt. Das hängt von politischen Entscheidungen ab, von der Verwaltung der Ressourcen und dem Einsatz der Entscheidungsträger. Ressourcen für die Pflege und den Beistand der Kranken anzulegen hat Vorrang, denn damit wird das Prinzip erfüllt, dass die Gesundheit ein primäres Gemeingut ist. Zugleich hat die Pandemie auch die Einsatzbereitschaft und die Großherzigkeit des Personals im Gesundheitswesen, von Ehrenamtlichen, von Arbeitern und Arbeiterinnen, von Priestern und Ordensleuten deutlich gemacht, die mit Professionalität, Opferbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Nächstenliebe vielen Kranken und ihren Familienangehörigen geholfen, sie gepflegt, getröstet und versorgt haben. Eine schweigsame Schar von Männern und Frauen, die sich entschieden haben, in diese Gesichter zu schauen und sich der Wunden der Patienten anzunehmen, weil sie sich aufgrund der gemeinsamen Zugehörigkeit zur Menschheitsfamilie ihnen nahe fühlten.” Lasst uns allen Kranken mit Liebe und Mitgefühl die Hand reichen. Lasst uns Maßnahmen ergreifen, um alle zu unterstützen, die den Kranken dienen - Pflegepersonal, Diät- und Hauswirtschaftspersonal, Familie und Freunde. Mögen unsere Gebete Trost, Stärkung und Heilung schenken.

Gott unser Heiland, wir beten für alle, die an Krankheiten oder Verwundungen leiden. Wir bitten für alle, die krank oder verletzt sind, dass sie wieder gesund werden und von ihren Familien, Freunden und Pflegern liebevoll und mitfühlend umsorgt werden. Wir beten auch für alle, die sich um die Leidenden kümmern - Krankenschwestern und -pfleger, Ärzte, Gesundheitshelfer, Diätassistenten und Hauswirtschaftskräfte, Seelsorger, Labor- und Röntgenpersonal - und für alle, die während dieser COVID-Pandemie ihre eigene Gesundheit einem Risiko aussetzen, um der Gesellschaft auf diese wichtige Weise zu dienen. Mögen alle behütet sein, und mögen wir ihnen unsere Wertschätzung entgegenbringen und unsere Hilfe anbieten, wo immer wir können.

 

20. Februar—Welttag für Soziale Gerechtigkeit

Justice 2 21Im Jahr 2021 lautet das Thema für den Welttag der sozialen Gerechtigkeit " Die Lücke der in Chancengleichheit schließen, um soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen". Die Pandemie des Coronavirus hat allen die schwerwiegenden Folgen sozialer Ungerechtigkeit vor Augen geführt. Der mangelnde Zugang zu nahrhaftem Essen in armen Vierteln und armen ländlichen Gegenden hat zu Ungleichheiten bei Gesundheit und Wohlbefinden geführt. Der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung in diesen Regionen hat die Anfälligkeit für das Coronavirus und den Tod nach einer Infektion viel wahrscheinlicher werden lassen. Wirtschaftliche Benachteiligung aufgrund schlecht bezahlter Jobs hat dazu geführt, dass viele der weltweit Armen keine Ersparnisse besitzen, um die Zeiten der Pandemie zu überstehen. Viele, die nicht in der Lage sind, ihre Miete zu bezahlen, sind obdachlos geworden und verzweifeln. Solche Ungleichheiten gab es schon vor der Pandemie, aber sie sind jetzt noch viel offensichtlicher geworden. Es kann keinen Frieden ohne Gerechtigkeit geben, und Gerechtigkeit erfordert das Schließen der Ungleichheitslücke.

Guter Gott, segne dein Volk, das sich für eine Veränderung der komplexen Politik einsetzt, um soziale Gerechtigkeit zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Hilf uns, unsere Gesellschaften nach der COVID-Pandemie wiederaufzubauen, und die Grundursachen der wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Ungleichheiten zu beseitigen, damit alle Menschen in Würde, Hoffnung und Frieden leben können.

 

28. Februar— Internationaler Tag gegen Mobbing - Tragen Sie als Zeichen der Solidarität ein rosa T-Shirt

Bullying 2 21Mobbing ist ein unerwünschtes, aggressives Verhalten, das ein tatsächliches oder vermeintliches Machtungleichgewicht beinhaltet. Das Verhalten wird mit der Zeit wiederholt oder hat das Potenzial, wiederholt zu werden. Das Tragen eines rosafarbenen Shirts an diesem Tag zeigt Tätern auf der ganzen Welt, dass ihr Verhalten der Einschüchterung nicht toleriert wird. Die Träger verpflichten sich, den Opfern beizustehen und für sie einzuschreiten, wenn sie Zeugen von Mobbing werden.   Mobbing verleugnet die jedem Menschen innewohnende Würde und ist inakzeptabel. Wir müssen einem solchen Verhalten ein Ende setzen, egal ob es von Kindern auf dem Schulhof oder von autokratischen Machthabern von Nationen begangen wird, die ihre eigenen Bürger und/oder benachbarte Länder bedrohen.

Gott, wir bitten dich um Mut, gegen alle Formen von Mobbing einzutreten. Leite uns an, unsere Stimme zu erheben, damit Menschen, die gemobbt werden, nicht allein gelassen sind. Hilf uns, mit gutem Beispiel voranzugehen, so dass alle Menschen mit Würde und Respekt behandelt werden, dass ihnen zugehört wird und sie geachtet werden.

 

Go to top