Internationale Tage der Solidarität —  September 2020

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  1. September —Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung

Season of creation 2020Am Dienstag, dem 1. September beginnt der 5. alljährliche Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung, die bis zum Fest des heiligen Franziskus, dem Schutzpatron der Ökologie, am 4. Oktober gefeiert wird. In dieser Zeit möchten wir unsere Beziehung zu unserem Schöpfer und der gesamten Schöpfung durch Gottesdienst, Umkehr und Engagement erneuern. Zusätzlich zur den Festlichkeiten sind wir aufgerufen, über unser eigenes Leben und über unseren Umgang mit der Schöpfung nachzudenken. Im Lichte dieser Reflexionen ermutigen wir uns gegenseitig zu einer Änderung unseres Lebensstils zum Schutz der Natur und, um die Krise des Klimawandels zu bewältigen.

Das diesjährige ökumenische Thema für die Zeit der Schöpfung lautet: "Ein Jubiläum für die Erde: Neue Lebensrhythmen, neue Hoffnung". Die diesjährige COVID 19-Pandemie hat bei uns allen das Bewusstsein wachgerufen, unsere Beziehungen zur Schöpfung und untereinander zu verbessern. Wir sind zu radikal neuen Lebensweisen in Harmonie mit der Schöpfung aufgerufen; wir müssen dringend faire und nachhaltige Systeme entwickeln. Diese einen Monat dauernde Feier des "Jubiläums für die gesamte Schöpfung" ist eine besondere Zeit des Innehaltens und Nachdenkens und der Erkenntnis über die Enge Verwobenheit der Natur, denn - was den Einen betrifft, betrifft alle. Unsere Zukunft ist untrennbar miteinander und mit der Erde selbst verbunden. Lasst uns gemeinsam feiern!

Gott, wir sind so dankbar für die Wunder deiner Schöpfung! Wir danken dir von ganzem Herzen für die Schöpfung unserer Mutter Erde, deren Gaben uns erhalten, ernähren und inspirieren. Wir danken dir für die verschiedenen Elemente der Erde, die unser Leben erhalten. Möge uns am Ende unserer Lebensreise Mutter Erde in ihre liebevolle Umarmung aufnehmen. Wir preisen Dich für die Schönheit und die Kraft der Schöpfung, mit der Du uns jeden Tag neu beschenkst. Laudato Si - Lob sei Dir!!

 

8. September— Welttag der Alphabetisierung

Literacyday 2020Der Weltalphabetisierungstag ist allen Kindern der Welt gewidmet und soll die Menschen dafür sensibilisieren, dass alle Kinder ein Recht auf Schul-und Allgemeinbildung haben, damit sie ihre Begabungen zum Wohle der Gesellschaft voll entfalten können. Ziel ist es, dass eine Primar- und Sekundarschulbildung für alle Kinder zugänglich ist, unabhängig von Religion, wirtschaftlichem Status oder Geschlecht. Das UN-Ziel Nr. 4 für nachhaltige Entwicklung weist darauf hin, dass dieses Bildungsniveau von wesentlicher Bedeutung für die Beseitigung der weltweiten Armut ist. Das UN-Ziel ist ebenso entscheidend für die Entwicklung nachhaltiger, gerechter und kreativer Gesellschaften der Zukunft. Der größte Reichtum jeder Nation sind ihre Kinder. Jedes Kind so zu fördern, dass es so umfassend und kreativ wie möglich zum Wohl der Welt beitragen kann, ist für uns alle von entscheidender Bedeutung.

Gott, wir preisen dich für die große Vielfalt der Menschen auf der ganzen Welt. Inspiriere alle, sich in irgendeiner Weise für Alphabetisierung und Bildung zu engagieren, damit alle Menschen die Möglichkeit zur vollen Entfaltung ihre Talente erhalten. Angesichts der Tatsache, dass die Kommunikation über Kulturen und Nationen hinweg immer mehr zugänglich wird, segne unsere Kinder mit der notwendigen Alphabetisierung und Bildung, damit wir uns untereinander unsere Erfahrungen mitteilen können. So können wir Beziehungen aufbauen, die Respekt, Verständnis, Gerechtigkeit und Frieden ermöglichen.

 

10. September— Welttag der Suizidprävention

Suicideprevention 2020Weltweit ist Selbstmord eine der zwanzig häufigsten Todesursachen in allen Altersgruppen. Selbstmord fordert jährlich über 800.000 Menschenleben und hinterlässt trauernde Familien, Freunde, Klassenkameraden und Mitarbeiter. Jeder Selbstmord hat tiefgreifende Auswirkungen auf durchschnittlich 135 andere Menschen. Das diesjährige Thema des Welttags zur Verhütung von Selbstmord lautet " Gemeinsam den Selbstmord verhindern". Wir alle sind aufgerufen, Menschen, die an chronischer Depression oder an Hoffnungslosigkeit leiden, zu unterstützen, damit sie sich nicht allein gelassen fühlen. Indem wir miteinander reden und einander zuhören, kann jeder von uns seinen Teil dazu beitragen, das mit diesen Gefühlen verbundene Stigma zu mindern. Wenn wir einander ermutigen, im Bedarfsfall professionelle Hilfe zu suchen, ist das eine weitere Möglichkeit, die Angst vor der Stigmatisierung zu überwinden, die Betroffenen oft daran hindert, Hilfe zu suchen. Nehmen wir heute an der Kampagne " Lasst uns eine Kerze anzünden" teil und stellen wir um 20.00 Uhr aus Solidarität mit allen, die an Depressionen leiden, oder die einen geliebten Menschen durch Selbstmord verloren haben, für eine Stunde eine brennende Kerze in ein Fenster.

Großer Gott, wir beten für alle einsamen, hoffnungslosen und leidenden Menschen, die keinen Ausweg außer Selbstmord mehr sehen. Öffne unsere Herzen und gib uns Mut, ihnen unsere Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Hilf ihnen, professioneller Hilfe anzunehmen, und unterstütze uns alle in unseren Bemühungen, den Leidenden Heilung und den Trauernden Trost zu spenden. Schenke den Hoffnungslosen Hoffnung, denen in der Finsternis leben Licht und uns allen den Trost deiner Liebe.

 

16. September— Internationaler Tag für die Erhaltung der Ozonschicht

Ozonlayer 2020Diese Veranstaltung erinnert an die Unterzeichnung des Montrealer Protokolls von 1987 über die Reduzierung von Substanzen, die zu einem Abbau der Ozonschicht beitragen. 24 Länder kamen überein, Stoffe, die die Ozonschicht der Erde langsam schädigen und zu einer alarmierenden Zunahme von Melanom-Hautkrebs, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel, führen, zu eliminieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen machten diese rasche Reaktion möglich; der Erfolg dieser Bemühungen zeigt sich in der allmählichen Wiederherstellung der Ozonschicht der Erde. Angesichts des drohenden Klimawandels, bezeugt uns die Vorgehensweise der Weltgemeinschaft in der Ozonkrise, dass internationale, einheitliche und ehrliche Maßnahmen erfolgreich sein können, wenn sie sich auf Wissenschaft, technische Innovation und Zusammenarbeit stützen.

"Seit über drei Jahrzehnten hat das Montrealer Protokoll viel mehr getan, als nur das Ozonloch zu verkleinern. Es hat uns gezeigt, wie die Umweltpolitik auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse mit verschiedenen Staaten zusammenarbeiten können, um einer gemeinsamen Gefährdung zu begegnen. Ich fordere denselben Geist der gemeinsamen Sache, und, vor allem mehr Führungsstärke, das Pariser Abkommen über den Klimawandel umzusetzen und die ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen zu verwirklichen, die wir in dieser Zeit so dringend benötigen".

                                                                                   UN Generalsekretär António Guterres

Schöpfergott, wir danken dir für das Geschenk der Erde, unser gemeinsames Haus. Wir danken dir für die erfolgreichen Bemühungen zum Schutz der Ozonschicht. Leite uns, wenn wir nach Wegen suchen, die Erde weiter vor dem Klimawandel zu schützen. Inspiriere die nationalen Staats- und Regierungschefs auf der ganzen Welt, konkrete und unverzügliche Maßnahmen zu ergreifen und die Pariser Klimavereinbarungen zu erfüllen. Gib uns allen Mut und Beharrlichkeit, auch in unserem persönlichen Lebensraum die Natur zu schützen. Segne uns alle.

 

21. September— Weltfriedenstag

Peaceday 2020

Der Internationale Tag des Friedens soll uns daran erinnern, dass Frieden nicht nur die Abwesenheit von Gewalt und Krieg, sondern auch die Wahrung der Gerechtigkeit und die Achtung der Menschenwürde einschließt. Das diesjährige Thema lautet "Gemeinsam den Frieden gestalten". Die Vereinten Nationen haben zu einer rund 24-stündigen Gewaltlosigkeit und einem weltweiten Waffenstillstand aufgerufen. Wie wunderbar wäre es, wenn das Schweigen von Waffen und Gewalt eine ganze Generation lang fortdauern könnte! Stellen Sie sich nur einmal vor, wie Kinder auf der ganzen Welt ohne Gewalt und Krieg aufwachsen und dabei lernen, einander zuzuhören, die Verschiedenartigkeit zu respektieren und in Frieden zu leben. Wenn das Leben einmal auf diese Weise erfahrbar wäre, glauben wir dann wirklich, dass sich jemand wieder für Gewalt und Krieg entscheiden würde? Wenn jedes Land auch nur 25% ihres Waffenetats, für die Lehre von friedlicher Konfliktlösung, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit investieren würde, wäre unsere Welt für uns alle ein sichereres, respektvolleres und glücklicheres Zuhause.

COVID-19 hat unsere Welt in Aufruhr versetzt und uns eindringlich vor Augen geführt, dass das, was auf einem Teil des Planeten geschieht, sich auf die Menschen überall auswirken kann. Im März rief UN-Generalsekretär António Guterres alle kriegführenden Staaten auf, ihre Waffen niederzulegen und sich auf den Kampf gegen die globale Pandemie zu konzentrieren. Die Botschaft richtet sich zwar an die bewaffneten Gruppen, doch sind auch Solidarität und Zusammenarbeit über Grenzen, Sektoren und Generationen hinweg erforderlich, um diesen neuen Kampf gegen die schlimmste öffentliche Gesundheitskrise unserer Zeit zu gewinnen. Der Internationale Tag des Friedens wird der Förderung des Dialogs gewidmet sein. Die Welt ist aufgerufen, gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir diese Pandemie überstehen, unseren Planeten heilen und ihn zum Besseren verändern können. Auch wenn wir nicht in der Lage sind, unmittelbar einander beizustehen, so können wir doch träumen und zusammenhalten.

Gott, an diesem besonderen internationalen Tag des Friedens beten wir für ein Schweigen der Waffen und für ein Ende von Gewalt und Hass. Wir verpflichten uns, uns für den wahren Frieden einzusetzen, der auf der Achtung der Menschenwürde, der Wertschätzung der Vielfalt, dem aufmerksamen Zuhören, dem ehrlichen Dialog und dem Einfühlungsvermögen und Mitgefühl beruht. Wir bitten dich, leite uns weiterhin auf dem Weg des Friedens.

 

18-26. September— Woche der Vereinten Nationen zu den globalen Zielen einer nachhaltigen Entwicklung

25. September— 5. Jahrestag der Zielsetzungen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung

Globalgoals 2020Die am 25. September 2015 verabschiedeten UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) umreißen 17 Punkte, um die extreme Armut zu beseitigen, Ungerechtigkeiten entgegenzuwirken und den Klimawandel bis 2030 weltweit zu reduzieren. Viele der 193 Unterzeichnerstaaten haben bereits bedeutende Fortschritte erzielt, die nun durch die Pandemie COVID 19 ins Stocken geraten sind. Nun werden die Vereinten Nationen mehrere virtuelle Foren veranstalten, in denen Regierungsvertreter, Nichtregierungsorganisationen, Bürgerorganisationen und führende Persönlichkeiten aus der Gesellschaft zusammenkommen, um sich über die Fortschritte auf dem Weg zur Erfüllung der SDGs auszutauschen und, wie diese Bemühungen durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt und verändert werden müssen. In dieser kritischen Zeit sollte jeder - Staats- und Regierungschefs, Bürger und Unternehmen - sich verpflichten, die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen zu stellen.

Gott, heute beten wir, dass alle Menschen weiterhin zusammenarbeiten und ihre Bemühungen verdoppeln, um alle Menschen auf diesem Planeten von der Geißel von COVID 19 zu befreien und das sie sich von den verheerenden Auswirkungen erholen können. Inspiriere uns, die Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu fördern und voranzubringen, indem wir nachhaltige Systeme schaffen, die die Menschenwürde schützen, die Schöpfung bewahren und die Beseitigung der extremen Armut bis 2030 vorantreiben.

Internationale Tage der Solidarität — August 2020

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6. und 9. August — 75. Internationaler Gedenktag an den Atombombenabwurf über Hiroshima und Nagasaki

Remeberance Nagasaki 8 20Mit dem Atombombenabwurf am 6. August 1945 um 8.16 Uhr über Hiroshima und am 9. August um 10.58 Uhr über Nagasaki änderte sich für immer der Lauf der Menschheitsgeschichte.   In diesem Jahr jährt sich das schreckliche Ereignis zum 75-sten Mal. Die überwältigend zerstörerische Kraft dieser Massenvernichtungswaffen löschte die beiden Städte auf der Stelle aus und tötete über 200.000 Menschen. Sie waren in der Mehrzahl Zivilisten. Tausende weitere starben in den folgenden Monaten durch Verbrennungen, der Strahlenkrankheit und an anderen Verletzungen, noch verstärkt durch Unterernährung und Krankheiten als Kriegsfolge.

Während der nächsten 20-30 Jahre litten und starben die Opfer in der Tat weiterhin an den Langzeitfolgen der Strahlenbelastung. Heute sind Atomwaffen weitaus leistungsstärker als die im Jahr 1945 eingesetzten. Selbst ein "begrenzter Atomkrieg" könnte den Planeten Erde für Hunderte von Jahren unkenntlich und unbewohnbar machen. Viele Atommächte behaupten, dass ihre Politik, die als "gegenseitig zugesicherte Zerstörung" (Mutual assured destruction, MAD) bekannt ist, für unsere Sicherheit sorgen kann.   Wir wissen jedoch, dass die Entscheidung eines einzigen Augenblicks als Reaktion auf tatsächliche oder falsch wahrgenommene Bedrohungen die "Hölle auf Erden" auslösen kann.   Am 7. Juli 2017 verabschiedeten 122 Staaten in der UN-Generalversammlung den Vertrag über das Verbot von Kernwaffen (TPNW). Dieser Vertrag verbietet die Herstellung, den Einsatz und/oder den Besitz jeglicher Atomwaffen. Befürworter des Verbots argumentieren, dass die Atomwaffenländer, die dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) von 1968 beigetreten sind, ihre Verpflichtung gemäß Artikel VI des NVV, ihre "Verhandlungen in gutem Glauben über eine nukleare Abrüstung fortzusetzen", zu langsam umgesetzt haben. Obwohl keines der Kernwaffen besitzenden Staaten, den Verhandlungen über den Atomwaffensperrvertrag beigetreten ist, ist das Abkommen ein wichtiger Schritt zur Delegitimierung dieser Waffen. Es bleibt zu hoffen, dass die Atommächte alle diese Waffen abschaffen werden.

Atomwaffen zur Friedenssicherung einzusetzen, ist in der Tat MAD (wahnsinnig)! Wahrer und dauerhafter Frieden muss auf einem Fundament der Achtung der Menschenrechte, der internationalen Zusammenarbeit im Interesse des Gemeinwohls und des Aufbaus interkultureller Beziehungen aufgebaut werden.

Heiliger Gott, wandle unsere Herzen und führe uns weg von Angst, Hass und Gewalt. Führe uns weg vom Götzendienst der Kernwaffen und hin zur Liebe, zum Aufbau von Beziehungen und zur Würdigung der Diversität. Wir fordern ein Ende der Produktion, des Besitzes und des Einsatzes von Atomwaffen und hilf uns, unter Achtung des menschlichen Lebens und der Menschenwürde für das Gemeinwohl aller Menschen zu arbeiten.

11. August—Fest der hl. Klara von Assisi

St Clare 8 20Die heilige Klara, Chiara Offreduccio, wurde am 16. Juli 1194 in Assisi als älteste Tochter von Favorino Sciffi, Graf von Sasso-Rosso und seiner Frau Ortolana geboren. Trotz ihrer adligen Herkunft wurde Klara von Franziskus von Assisi ermutigt, ein Leben in radikaler Armut zu beginnen, liebevoll den Armen und Kranken zu dienen und ihr Leben dem Gebet zu verschreiben. Gemeinsam mit Franziskus ermöglichte Klara es vielen Frauen, dieser franziskanisch-evangelischen Lebensweise zu folgen. Sie wurden als die "Armen Frauen von San Damiano" bekannt und werden heute "Klarissen" genannt. Die hl. Klara gilt als Mitbegründerin der franziskanischen Familie und war in den letzten Jahren ihres Lebens eine geistliche Ratgeberin des hl. Franziskus.

Klara war entschlossen, ihren eigenen Weg für ihre neue Frauengemeinschaft zu beschreiten. Sie sprach mit Päpsten und Bischöfen über ihre evangelische Lebensweise und weigerte sich, in Bezug auf das, wozu sie sich von Gott berufen fühlte, Kompromisse einzugehen. Letztendlich war sie damit erfolgreich. Durch ihre Hingabe an ein einfaches, armes Leben, ihre Liebe zur Schöpfung, ihr Engagement für Gewaltlosigkeit und ihren mutigen Dienst an den Armen, veränderte sie gemeinsam mit Franziskus Kirche und Welt. Ihr prophetisches Zeugnis begeistert auch heute noch, mehr als 800 Jahre nach ihrem Tod viele Menschen, nicht nur in der katholischen Kirche.

Gott, wir danken dir für das inspirierende Leben der heiligen Klara. Möge ihre Hingabe, die Werte des Evangeliums wie Einfachheit, Bewahrung der Schöpfung, Gewaltfreiheit und der mitfühlende Dienst an den Armen und Unterdrückten zu leben, unser eigenes Engagement in der Nachfolge Jesu beseelen und stärken. Hilf uns, standhaft unserer eigenen Berufung treu zu bleiben und eine auf Liebe, Respekt, Frieden und Freude gegründete Welt zu schaffen.

19. August— Welttag der humanitären Hilfe

Humantarian Day 8 20Der Welttag der humanitären Hilfe ist eine Hommage an die Tausende von Menschen auf der ganzen Welt, die ihr Leben für die Versorgung von Millionen von Menschen, die unter den Verwüstungen durch Krieg, Gewalt und Naturkatastrophen leiden, mit Nahrung, medizinischer Versorgung, Wasser, Obdach und Hoffnung riskieren. Tagtäglich wenden sich diese engagierten Menschen sowohl an Nachbarn als auch an Fremde und bieten jede erdenkliche Hilfe an. Oftmals setzen die Helfer ihren Dienst unter großem persönlichen Risiko durch anhaltende Naturkatastrophen, kriegerische Auseinandersetzungen und potenziell tödliche Krankheiten fort. Diese tapferen Helden setzen sich für die Rettung vieler Kinder und Erwachsener ein, indem sie den Bedürftigen Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl schenken.

Gott, wir beten für unsere humanitären Helfer, von denen viele ihr Leben einsetzen, um das Leid anderer zu lindern.   Beschütze sie vor Schaden und schenke den Menschen, denen sie dienen, Trost und Hoffnung. Mögen wir ihnen unsere Hand entgegenstrecken, um sie in ihrem Dienst zu unterstützen, wo immer wir ihnen begegnen.

 

23. August— Internationaler Gedenktag an den Sklavenhandel und seiner Abschaffung

Slave Trade 8 20In der Nacht vom 22. auf den 23. August 1791 fand auf der Insel Santo Domingo (heute als Haiti bekannt) ein Aufstand statt, der wesentlich zur Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels beitrug. Der Aufstand führte schließlich 1804 zur Unabhängigkeit Haitis von den Franzosen und es war der erste und einzige Sklavenaufstand, der zur Bildung eines Staates führte, der von ehemaligen Sklaven regiert wurde. Das erinnert uns heute an die Kraft des menschlichen Geistes, auch unter schwierigsten Umständen für die Freiheit zu kämpfen.

Der transatlantische Sklavenhandel wurde nur durch die Missachtung der uneingeschränkten Menschenwürde, der Leugnung der Gleichwertigkeit der aller Personen und der Leugnung der Gleichberechtigung aller Brüder und Schwestern untereinander ermöglicht. Obwohl die letzten Sklaven in Amerika 1888 befreit wurden, besteht die Rassendiskriminierung in den USA als Erbe der Sklaverei weiter. Die Auffassung, dass die Zugehörigkeit zu einer Rasse über den Wert eines Menschen entscheidet, untermauert nach wie vor die strukturellen Normen der weißen Vorherrschaft.   Solange die gesamte menschliche Diversität nicht uneingeschränkt geschätzt und geachtet wird, wird die Welt nach wie vor mit Armut, Unterdrückung und Diskriminierung durch Rassismus zu kämpfen haben.

Allmächtiger Gott, segne in besonderer Weise jene, die unter Rassismus leiden, der leider immer noch in vielen Teilen der Welt in den gesellschaftlichen Strukturen verankert ist. Hilf uns, auf Gleichheit und Freiheit für alle Menschen hinzuwirken, unabhängig von Rasse, Religion, Stammeszugehörigkeit oder wirtschaftlicher Lage. Hilf uns, die Würde jedes Menschen zu achten und die Vielfalt der menschlichen Gaben zu schätzen, und so dem gemeinsamen Wohl aller dienen zu können.

 

26. August— Tag der Gleichberechtigung der Frau

Woman Equals day 8 20Mit der Unterzeichnung des 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten erhielten Frauen in den Vereinigten Staaten nach 72 Jahren des Kampfes am 26. August 1920 das Wahlrecht. 1971 brachte die Kongressabgeordnete Bella Abzug eine Resolution ein, in der sie den 26. August eines jeden Jahres zum Tag der Gleichberechtigung der Frau erhob. Heute wird dieser Tag auf der ganzen Welt gefeiert, um alle Frauen zu ehren und ihre volle Teilnahme am politischen, religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Leben einzustehen. An diesem Tag werden besonders die von Frauen geführten Unternehmen und soziale Organisationen unterstützt und Frauen, die jungen weiblichen Führungskräften als Mentorinnen zur Seite stehen ausgezeichnet. Schließlich sollen Frauen dazu ermutigt werden, sich zur Wahl eines politischen Amtes zur Verfügung zu stellen und ihre Stimme auf öffentlichen Plätzen, in politischen und sozialen Lebensbereichen, sowie in den Vorstandsetagen und religiösen Institutionen, in denen so viele Entscheidungen getroffen werden, zu Gehör zu bringen.

Gott, wir beten für alle Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt, die immer noch Mühe haben, dass ihre Stimmen gehört werden. Gib uns allen den Mut, Frauen, die sich weiterhin für die volle Gleichstellung einsetzen, zu unterstützen. Hilf uns allen mutig Gerechtigkeit zu fordern, nicht nur mit unseren Stimmen, sondern besonders durch unser Tun und unser Leben.

 

29. August— Internationaler Tag gegen Atomversuche

Nucleat Test 8 20

Die Geschichte der Atomversuche begann am frühen Morgen des 16. Juli 1945 auf einem Wüstentestgelände in Alamogordo, New Mexico, mit der ersten Atombombenexplosion der Vereinigten Staaten.

In den fünf Jahrzehnten zwischen diesem schicksalhaften Tag im Jahr 1945 und der Unterzeichnung des Vertrags über das weltweite Verbot von Nuklearversuchen (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty, CTBT) im Jahr 1996 wurden weltweit über 2.000 Nukleartests durchgeführt.

 

 

  • ·Zwischen 1945 und 1992 führten die Vereinigten Staaten 1.032 Tests durch.
  • ·Die Sowjetunion führte zwischen 1949 und 1990 715 Tests durch.
  • Großbritannien hatte zwischen 1952 und 1991 45 Tests durchgeführt.
  • Frankreich hat zwischen 1960 und 1996 210 Tests durchgeführt.
  • China führte zwischen 1964 und 1996 45 Tests durch.

Seitdem der CTBT Vertrag im September 1996 zur Unterzeichnung vorgelegt wurde, sind weitere 10 Atomtests durchgeführt worden:

  • Indien führte 1998 zwei Teste durch.
  • Pakistan führte 1998 zwei Teste durch.
  • Nordkorea hat in den Jahren 2006, 2009, 2013, 2016 und 2017 Atomversuche durchgeführt.

Die Kenntnis der Geschichte von Hiroshima und Nagasaki macht Kernwaffen moralisch und praktisch obsolet. Warum ist es so schwer, das aufzugeben, von dem wir wissen, dass es niemals benutzt werden darf? Warum verschwenden wir weiterhin Milliarden von Dollar aus den Ressourcen unserer Welt für die Entwicklung, den Einsatz und die Lagerung dieser Waffen, obwohl Menschen auf der ganzen Welt dringend Nahrung, Wohnraum, medizinische Versorgung und Bildung benötigen, was alles nur einen Bruchteil dessen kosten würde, was für diese nutzlosen Massenvernichtungswaffen ausgegeben wird?

Gott, wir beten um die Abschaffung von Atomwaffen. Ermutige uns, ein Ende ihrer Verwendung zu fordern. Mögen wir Regierungen auf der ganzen Welt zu einem sofortigen Ende der Atomwaffentests und zur Beendigung der Produktion, des Einsatzes und des Besitzes von Atomwaffen bewegen. Hilf uns, unsere Aufmerksamkeit und unsere Ressourcen auf die Sorge um die weltweiten Bedürfnisse der Menschheitsfamilie und die Bewahrung der Schöpfung zu konzentrieren.

 

30. August— Internationaler Tag der Opfer von gewaltsamer Verschleppung

Enforced Dissapearences 8 202010 erklärten die Vereinten Nationen den 30. August zum Internationalen Tag der Verschollenen. Unter erzwungenem Verschwindenlassen versteht man die Festnahme, Inhaftierung, Entführung oder jede andere Form des Freiheitsentzuges durch Staatsbeamte oder durch Personen oder Personengruppen, die mit Genehmigung, Unterstützung oder Duldung des Staates handeln, gefolgt von der Weigerung, den Freiheitsentzug anzuerkennen oder das Schicksal oder den Aufenthaltsort der verschwundenen Person zu verheimlichen, wodurch diese Person dem Schutz des Gesetzes entzogen wird. Häufig wenden sich diese Verschwundenen an kommunale Politiker und Organisatoren, um ihnen zu signalisieren, dass der Einsatz entgegen der Menschenrechte nicht toleriert werden kann. Das gewaltsame Verschleppen wurde von Regierungen und paramilitärischen Gruppen häufig eingesetzt, um ganze Bevölkerungsgruppen einzuschüchtern und zu terrorisieren. Dies ist eine Verletzung der Menschenrechte und des Völkerrechts.

Lasst uns für alle Opfer von Zwangsverschleppungen beten, für ihre Familien und für ihre Lebensgemeinschaften.   Lasst uns auch für die Verantwortlichen in der Regierung beten, die sich auf solche Taktiken der Unterdrückung und Einschüchterung einlassen. Mögen sie auf die ihnen anvertrauten Menschen hören und auf ihre Forderungen nach Gerechtigkeit, Sicherheit und Würde antworten. Wir beten auch für alle, die Zwangsentführungen und geheime Verhaftungen im Namen anderer durchführen. Mögen sie sich bekehren und von der Notlage ihrer Brüder und Schwestern berührt werden und sich weigern, sich an dieser Form des Terrorismus zu beteiligen.  

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